MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

"Ich will wieder Rennfahren!"

Ex-F1-Pilot und CART-Champion Alex Zanardi strebt trotz seiner Beinprothesen eine Rückkehr in den aktiven Motorsport an.

Michael Trawniczek

Die Kraft dieses Mannes möchte man haben. Alex Zanardi hatte im September bei einem schrecklichen CART-Unfall auf dem deutschen Lausitzring beide Beine verloren. Jetzt sagte der 35jährige Italiener in einem Interview mit dem Sender "BBC Radio Five", er strebe eine Rückkehr in den aktiven Motorsport an.

In einer Therapieklinik in Bologna lernt Zanardi zurzeit den Umgang mit seinen Beinprothesen. In einem umgerüsteten Auto fährt der Italiener tagtäglich die Strecke Monaco-Bologna und zurück: "Wenn ich im Auto sitze und fahre, dann ist es so als wäre nichts passiert. Ich kann in den Rückspiegel schauen und meinen Sohn am Rücksitz schlafen sehen und mit meiner neben mir sitzenden Frau sprechen."

Der CART-Champion von 1998, der 1999 ein verkorkstes F1-Comeback bei Williams erleben musste, weiß aber auch, dass eine Rückkehr als Rennfahrer schwierig wird: "Natürlich weiß ich, dass ich nie wieder all die Dinge tun können werde, die ich vor dem Unfall tun konnte. Ich will jedoch versuchen, so viel wie möglich davon wieder zu machen. Der wichtigste Punkt wird der sein, an dem ich wieder ernsthaft in Betracht ziehe, Rennen zu fahren oder nicht. Ich will
nicht, dass mein Handicap mich aufhält..."

Zanardi kann sich vorstellen, eines Tages wieder in einem CART-Boliden zu sitzen: "Ich wäre sehr glücklich, wenn ich eines Tages wieder Rennen fahren könnte. Eine Rückkehr auf einem anderen Motorsport-Level ist aber nicht wirklich interessant für mich. Am liebsten würde ich in die gleichen Autos steigen, die ich vorher gefahren bin. Ich nehme aber an, dass das sehr schwierig wäre. Aber: Sag niemals nie..."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Paukenschlag: Messfehler offiziell bekannt

Messfehler: FIA lässt Alpine-Antrag zu

Alpine hat im Kampf gegen die Monaco-Strafen den ersten Etappensieg erzielt: Der Antrag auf Überprüfung ist genehmigt - FOM gibt sogar schon eine Ungenauigkeit zu

Hyperpole 24h Le Mans 2026

Caddy-Bestzeit gestrichen - BMW auf Pole!

Jack Aitken verliert die Hyperpole bei den 24 Stunden von Le Mans 2026 wegen Boxenvergehen - LMDh in der Startaufstellung vorn - Aston-Pole in LMGT3

Wenn der Renn-Samstag beginnt, dann ist er für die Teams und Fahrer genauso durchgetaktet, wie schon die Tage zuvor. Spätestens ab Mittag, wenn die Le Mans Startaufstellung alles versammelt, was im Motorsport Rang und Namen hat, dann weiß man vor allem eines: Man muss die nächsten rund 27 Stunden einfach nur noch 101 Prozent funktionieren.

Toyota bricht den Fluch und holt den ersehnten sechsten Le-Mans-Sieg gegen große Werke - BMW und Cadillac machen es bis zum Schluss spannend

Vor dem Langstreckenklassiker

24h Le Mans 2026

Der Langstreckenklassiker – nominell zwei Mal rund um die Uhr – ist inzwischen weit mehr. Und auch keine Rennwoche, sondern eigentlich inzwischen zwei bis drei Wochen. Diese Spanne resultiert aus dem Aufwand, den die Teams und Hersteller rund um dieses Mega-Event betreiben.