MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Andersson: „Toyota ist nicht Gegenstand der Ermittlungen!“

Aufregung bei Toyota: Am Freitag durchsuchte die Polizei das Werk in Köln. Ein Aerodynamiker wurde wegen Spionageverdachts verhaftet.

Die Formel 1 Saison ist bereits seit einigen Wochen vorbei und die Vorbereitungen für das neue Jahr 2004 laufen in allen F1-Fabriken bereits auf Hochtouren. Doch im Toyota-Werk in Köln-Marsdorf schrillten am vergangenen Freitag alle Alarmglocken, als Polizisten auf Anweisung des Bundeskriminalamtes die Fabrik durchsuchten und für ihre italienischen Kollegen aus Modena einem angeblichen Spionagefall nachgingen.

Gerüchte darüber, dass der Toyota TF103 dem dominierenden Boliden des Jahres 2002, dem F2002, wie ein Klon ähnelte und angeblich Konstruktionspläne der roten Göttin einigen Teams angeboten worden waren, machten hierbei bereits seit Mitte des Jahres die Runde.

Und schon damals stand das Toyota Team im Blickpunkt: „Toyota wurden zu keinem Zeitpunkt geheime Dokumente über den Ferrari F2002 angeboten, weder von ehemaligen Ferrari-Ingenieuren noch von irgendjemand anderem. Toyota lehnt grundsätzlich jede Form von Industriespionage ab,“ kommentierten die Weiß-Roten den Sachverhalt im Mai dieses Jahres.

Am Freitag wurden nun im Toyota-Werk laut Angaben des Kölner Express „massenhaft CDs und Disketten“ sichergestellt sowie ein Mitarbeiter, der vor zwei Jahren die Scuderia Ferrari verlassen hat, vorübergehend festgenommen.

Teamboss Ove Andersson beschrieb den Vorgang hierbei wie folgt: „Toyota Motorsport ist nicht Gegenstand der Ermittlungen. Es wird gegen einen Mitarbeiter der Aerodynamik-Abteilung ermittelt.“

Und auch Toyota-Pressechef Andrea Ficarelli winkt ab: „Wir haben nichts falsch gemacht. Die Polizei hat das Büro und den Arbeitsplatz unseres Mitarbeiters durchsucht. Die deutsche Polizei hat für italienische Kollegen ermittelt.“

Sanktionen gegen das Team sind laut den Aussagen der Verantwortlichen nicht zu erwarten und auch der „Mitarbeiter der Aerodynamikabteilung“ hat keinerlei Strafen zu erwarten, da man davon ausgeht, dass er nichts „falsches“ getan habe. Dem von Renault kommenden technischen Direktor Mike Gascoyne steht bei seinem Amtsantritt Anfang Dezember also jede Menge Arbeit und Wirbel ins Haus…

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Neuer Vertrag bei Red Bull

Verstappen-Zukunft in der F1 geklärt!

Max Verstappen hat allen Wechselgerüchten ein Ende bereitet und seine Verlängerung bei Red Bull in der Formel 1 verkündet

FIA veröffentlicht zweites ADUO-Ranking

Red Bull weiterhin stärkster F1-Motor

Auch in der zweiten ADUO-Periode ist der Motor von Red-Bull-Ford der stärkste im F1-Feld, sodass der Hersteller weiterhin keine zusätzliche Entwicklung bekommt

"Müssen über Strafen nachdenken"

Absichtliche DTM-Ausfälle am Samstag?

Absichtliche Ausfälle am Samstag sorgen in der DTM für Ärger: Warum die Teams zu diesem Schritt greifen und welche Wege es gibt, das zu unterbinden

Der Regen kam um ein paar Minuten zu spät: George Russell erobert acht Punkte für die Formel-1-WM, Nico Hülkenberg scheidet mit Defekt aus

Hommage an Michael Schumacher

So sieht der Ferrari SF-26 in Monza aus!

Ferrari hat das Sonderdesign des SF-26 für den Großen Preis von Italien in Monza enthüllt: Die Farbgebung ist inspiriert vom 1996er-Boliden von Michael Schumacher

GP von Italien: Qualifying

Sensation: Gasly erobert Windschatten-Pole!

Das hatte beim Grand Prix von Italien keiner auf dem Zettel: Während Mercedes und Ferrari strauchelten, wurde Alpine zur großen Überraschung