MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Bridgestone entscheidet Reifenkrimi für sich

Durch den WM-Titel für Michael Schumacher und den Konstrukteurs-Triumph für Ferrari hatte Bridgestone die Nase heuer knapp vor Michelin.

Im Gegensatz zu so vielen Rennen und Trainingseinheiten in diesem Jahr hatte Bridgestone in Suzuka nicht nur Ferrari als Speerspitze zur Verfügung. Die japanischen Reifen trugen auch die British American Racing-Boliden auf den Spitzenplätzen 4 und 6 durch das Ziel.

Die Saison 2003 rückwirkend betrachtet kann man Michelin als „heimlichen Sieger“ im Reifenkrieg betrachten, konnte man doch unzählige Erfolge verbuchen. Vor allem in den Qualifikations-Einheiten erwiesen sich die französischen Pneus als die schnelleren.

Was allerdings Regenreifen betrifft, muss Michelin über den Winter hart arbeiten. Welchen Einfluss die leidige „Breitreifenaffäre“ im Kampf der Giganten gespielt hat, und wessen Schaden sie tatsächlich war, wird man wohl nie wirklich erfahren und dank des Ferrari-Titels wird sie auch in den Aktenschränken verweilen. Eines ist aber sicher: Bridgestone ist wieder Gummi-Weltmeister.

Bridgestone-Motorsportdirektor Hisao Suganuma erklärte: „Wir sind begeistert, Rubens hier beim Saisonfinale siegen zu sehen, bei unserem Heimrennen. Das war sehr wichtig, um Michael Schumacher den Fahrertitel zu sichern. Michael hat seinen sechsten Titel wirklich verdient. Es war für ihn ein hartes Rennen mit verschiedenen Zwischenfällen, aber immer schien sein großes Talent hindurch.“

Suganuma fügte hinzu: „An diesem Nachmittag erzielten aber auch andere Bridgestone-Kunden ein großartiges Resultat. Die Fahrer von British American Racing, Jenson Button und Takuma Sato, fuhren superb und wurden Vierter und Sechster und ich freue mich darüber, dass dieses Team nun Platz 5 in der Teamwertung einnehmen konnte. Und auch Nick Heidfeld beendete sein Rennen in den Top 10, sodass wir fünf Autos in den Top 10 vertreten haben. Ich möchte der gesamten Bridgestone-Mannschaft für diesen Erfolg danken. Es sind viele Leute in England und Japan für uns tätig und jeder von ihnen spielte dabei eine essentielle Rolle.“

Für Michelin sprach Pierre Dupasquier: „Wir haben zwar heute nicht gewonnen, doch wir können Japan mit erhobenem Haupt verlassen. Zwei unserer Autos führten und wurden durch einen Technikdefekt aus dem Rennen gerissen. Zwei weitere wurden gestern Opfer des Regens, weshalb sie von ganz hinten starten mussten. Letztes Jahr waren wir in Suzuka nicht so stark, doch diesmal waren wir die Stärkeren. Auch wenn die Saison nun vorüber ist, wir werden mit ganzer Kraft weiterarbeiten."

"Wir hatten in diesem Jahr tolle Ergebnisse und ich bin sicher, dass wir diesen Level auch im nächsten Jahr halten können. Wir wollen unsere Kunden mit den besten Reifen versorgen. Es freut mich, dass wir an beide Titel so nah rangekommen sind. Ich möchte allen Partnern und Mitarbeiten für ihren Einsatz danken.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Die neuen Regeln sollte die Formel 1 für Hersteller attraktiver machen, Doch nach dem Aus von Renault und der Krise bei Honda stellt sich die Frage: War es das wert?

Formel 1-Regeln: Straight Mode

Neuer "Straight Mode" wird beim Start verboten

Die Formel-1-Kommission diskutierte in der vergangenen Woche über mehrere sicherheitsrelevante Themen - Dabei ging es auch um den neuen "Straight Mode"

Honda hat eine Erklärung für seine bisherigen Probleme geliefert: Die Batterie wird durch Vibrationen beschädigt - Hersteller hofft auf Besserung bis Suzuka

Drohende Reduktion bleibt aus!

Mercedes-AMG präsentiert DTM-Aufgebot 2026

Mercedes-AMG präsentiert seine DTM-Aufstellung für die Saison 2026: Was aus der drohenden Fahrzeugreduktion wurde und welche Änderungen es bei den Teams gibt