MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Norbert Haug wünscht sich ein Testlimit

Die einen testen kaum, die anderen nur beschränkt und wieder andere beinahe ununterbrochen, Norbert Haug wünscht sich neue Regeln.

Während das kleine Minardi Team gerade einmal eine Hand voll Testtage absolviert und die Freitagstester während der Saison auf 20 Ein-Auto-Testtage festgelegt sind, testen die Top-Teams und hierbei allen voran die Scuderia Ferrari allein in einer Testwoche so viel wie andere im gesamten Jahr.

Da diese intensiven Testarbeiten jedoch dem Streben nach Kostensenkungen widersprechen haben zumindest Max Mosley und Bernie Ecclestone für die Zukunft andere Pläne, laut denen alle Teams an den Freitagstests teilnehmen sollen und welche letztlich vielleicht sogar dazu führen, dass der gesamte Freitag als reiner Testtag hergenommen wird.

Eine überraschend eindeutige Aussage tätigte hierzu nun Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, dessen Team bekanntlich nicht gerade an Geldmangel leidet: „Ich würde mir ein Testlimit wünschen, fünf Mal so viel zu testen wie Rennen zu fahren ist nicht der Weg der Zukunft,“ so der Schwabe, dessen Münchner Kollege Mario Theissen sich nicht ganz so klar zu einem Testlimit äußern wollte: „Ich wünsche mir, dass im nächsten Jahr alle Teams wieder nach den selben Regeln testen.“

Damit schlägt der Motorsportdirektor von BMW in dieselbe Kerbe wie bereits früher in diesem Jahr der Kanadier Jacques Villeneuve, der bereits im Rahmen des Österreich Grand Prix seine Ablehnung des geteilten Testsystems erklärte:

„Es sollte ganz einfach für alle gleich sein. Ich denke, dass die Freitagstests eine ganz gute Sache sind. Die einzige Möglichkeit, wirklich Kosten zu sparen, ist grundsätzlich zu verbieten, außerhalb der Rennen zu testen. Dann hätte jeder das gleiche Budget und man müsste kein Geld mehr in das Testteam stecken, sondern wirklich alles in das Rennteam und das Design des Autos“, machte der Ex-Weltmeister damals seine Wunschkonstellation deutlich.

„Somit würden alle näher zusammenrücken. Es wäre nicht günstiger, aber man würde das Geld in die gleichen Sachen investieren. Im Augenblick ist es leider nicht für jedes Team gleich.“

Als großer Gegner einer solchen Testeinschränkung oder gar eines kompletten Testverbotes gilt dabei natürlich die Scuderia Ferrari, welche nicht nur auf ihren beiden Haus- und Hofteststrecken in Mugello und Fiorano aktiv ist, sondern auch schon mal mit fünf Fahrern auf ebenso vielen Kursen testet.

Doch die Entscheidung über den Testmodus für das kommende Jahr betrifft nicht nur die Teams, sondern auch die Testfahrer, denn während Luciano Burti mit einer Rückkehr zu den Roten als zweiter Tester neben Luca Badoer liebäugelt, könnten ihm diese Pläne einen Strich durch die Rechnung machen:

„Das einzige Problem sind die FIA Regeln für das kommende Jahr“, fürchtet Burti um seine Chance, „denn es gibt die Möglichkeit, dass die Testfahrten beschränkt werden, was dazu führen würde, dass die Teams nur noch einen Testfahrer haben...“

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

24h Dubai 2026: Bericht

Vierter WRT-Sieg in fünf Jahren

WRT holt bei den 24 Stunden von Dubai 2026 einen weiteren Sieg - BMW in der Wüste unantastbar - Brutales Pech für Paradine Competition in letzter Stunde

Geheimtest von Audi

Audi R26 testet in Barcelona

Der Audi R26 testet auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya - Erste Seh- und Hörprobe der neuen Formel-1-Fahrzeuggeneration 2026!

MotoGP 2026: Pramac

Pramac zeigt seine Farben

Pramac zeigt als erstes MotoGP-Team der Saison 2026 seine Lackierung der Yamaha M1 - Alle Augen auf Neuzugang und Superbike-Star Toprak Razgatlioglu

Energie-Management in der F1?

Albon: Formel 1 2026 wie die Formel E

Die Formel 1 startet 2026 in eine neue Ära: Fahrer müssen die Fahrweise anpassen und ihre Energie managen - Alexander Albon sieht sogar Parallelen zur Formel E