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Alex Zanardi und der Rennsportvirus

Champ-Car-Meister Alex Zanardi könnte trotz seiner Behinderung ein Motorsport-Comeback feiern, erste Tourenwagen-Tests waren erfolgreich.

Eigentlich wollte der Italiener Alex Zanardi im Rahmen des diesjährigen Champ-Car-Laufs auf dem Eurospeedway Lausitz, wo er im Jahr 2001 bei einem schweren Unfall beide Beine verlor, seine letzten 13 Runden in einem Rennwagen bestreiten.

Doch einmal vom Motorsportvirus infiziert kann sich der Vollblut-Racer Alessandro Zanardi trotz seiner Behinderung nicht vom Rennfahren trennen. So sagte Zanardi nach seinem Abschied am Lausitzring zwar noch, dass er nie mehr als Profi antreten wolle – „Wenn ich es wirklich wollte, dann könnte ich es tun. Ich glaube, dass ich vielleicht noch einmal fahren werde, vielleicht in einem Rennen, aber immer nur für mich selbst, just for fun, nie mehr als Profi.“ –, doch drehte er am vergangenen Dienstag in Italien schon wieder erste positive Testrunden in einem BMW 320i.

Der Ex-Williams-Teamkollege von Ralf Schumacher absolvierte im italienischen Misano 27 Runden in einem speziell an ihn angepassten Wagen der Tourenwagen-EM, wobei er mit einer Zeit von 1:42.9 Minuten nur 3,5 Sekunden langsamer war als der amtierende Champion Fabrizio Giovanardi.

„Mein Hauptaugenmerk lag nicht auf den Zeiten“, gestand Zanardi gegenüber Autosport. „Wir konzentrierten uns darauf, das Faidel-System [die Handsteuerung] einzustellen, um mir die komplette Kontrolle über das Auto zu geben.“

Nachdem dies als geglückt angesehen werden kann, lässt Zanardi das Motorsportfieber auch weiterhin nicht los, weswegen schon jetzt weitere Testfahrten für den 28. August geplant sind. Sogar eine Rückkehr beim Rennen in Monza wird nicht ausgeschlossen. „Ich bin zuversichtlich, dass ich dann auf die Rundenzeiten schauen werde. Mein Ziel ist es die Lücke zu Giovanardi auf zwei Zehntel zu verkürzen…“

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