MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Überraschungssieg von Asch

„Oldie“ Roland Asch gewinnt den Lauf auf der Sprintstrecke des Nürburgrings, Robert Lechner wird nach hartem Rennen guter Zweiter.

Der sechste Meisterschaftslauf der V8Star-Serie am Nürburgring hatte es in sich. Die rund 70.000 Zuschauer am Sonntag erlebten auf der 3,618 km langen Sprint-Strecke ein spektakuläres „Goodyear Truck Force 100“-Rennen, das nach einem imponierenden Verlauf überraschend Roland Asch vom Team Irmscher Motorsport gewann.

Das 14-köpfige Fahrerfeld betrieb beim dreitägigen Auftritt der bulligen V8STAR-Boliden in der Eifel Werbung in eigener Sache. Sehr zur Freude der insgesamt 153.000 Besucher, welche die Darbietungen der deutschen Silhouetten-Tourenwagenserie im Rahmen des Truck Grand Prix frenetisch feierten.

Es war ein abwechslungsreiches Rennen, das in der ersten Sektion von Michael Bartels bestimmt wurde. Der 35-jährige Plettenberger hatte von der Pole Position aus das Fahrerfeld über 20 Minuten lang angeführt.

Doch nach seinem verpatzten Re-Start musste sich der frühere DTM-Pilot hinter dem in der Fahrerwertung führenden Pedro Lamy (Galeria Kaufhof Team Zakspeed) einreihen.

Als gegen den ehemaligen Formel 1-Fahrer dann aufgrund eines Fehlers beim Pflicht-Boxenstopp von der Rennleitung eine Stop-and-Go-Strafe verhängt wurde, schien der Weg für den ersten Saisonsieg für Michael Bartels frei zu sein.

Doch es kam anders: Zwei Runden vor dem Ende des Rennens kam es in der Coca-Cola-Kurve zu einem packenden Rad-an-Rad-Duell zwischen dem führenden Bartels und seinem härtesten Verfolger, dem Österreicher Robert Lechner.

Mit verhängnisvollen Folgen für den Plettenberger: Nach dem missglückten Überholmanöver berührten sich die 495 PS starken Boliden der Kontrahenten und rutschten schließlich rotierend über den Asphalt.

Nutznießer dieser Auseinandersetzung war Roland Asch. Der Schwabe ließ sich die plötzliche Chance auf seinen ersten Sieg im dritten Saisonauftritt bei der V8Star-Serie nicht nehmen.

Zwar wurde die Motorsportlegende auf den letzten Metern noch von Robert Lechner bedrängt, doch Asch rettete seinen knappen Vorsprung von 0.240 Sekunden ins Ziel. Der 24-jährige Thomas Mutsch wurde mit einem Rückstand von 3.303 Sekunden Dritter.

„Ich habe den Rücktritt von meinem Rücktritt nicht bereut. Es macht Spaß innerhalb der V8Star-Familie zu fahren. Und dass ich vor diesem tollen Publikum sogar das Rennen gewinnen konnte, macht mich einfach glücklich“, strahlte Asch.

Der 52-jährige hatte erst im Mai am Nürburgring sein Comeback in der spektakulären Silhouetten-Tourenwagenserie gefeiert und auf Anhieb den zweiten Platz für das Irmscher-Team erreicht. Mit dem Sieg beim sechsten Meisterschaftslauf krönte er nun seine V8Star-Rückkehr.

News aus anderen Motorline-Channels:

V8-Star: Nürburgring

Weitere Artikel:

Auer schreibt Geschichte

Auer vorzeitig Endurance Champion!

Lucas Auer schrieb am Sonntag auf dem Nürburgring Geschichte: Mit seinen Winward Racing Teamkollegen Maro Engel (D) und Luca Stolz (D) gelang es ihm, erstmals in der Historie der GT World Challenge den Endurance Cup Titel vorzeitig einzufahren!

Flavio Briatore hegt großen Frust gegen das Ergebnis der Berufungsverhandlung und wirft einem der vier Richter vor, eine besondere Verbindung zu McLaren zu haben

Offiziell: Hadjar bleibt

Isack Hadjar verlängert bei Red Bull

Red Bull schafft Klarheit für 2027: Isack Hadjar bleibt Teamkollege von Max Verstappen - Teamchef Laurent Mekies erklärt die Entscheidung

"Rechtliche Mittel ausschöpfen"

Ukraine verschärft Einspruch gegen Russland

Der ukrainische Verband FAU hat seine Beschwerde gegen Russland verschärft und das Berufungsgericht der FIA eingeschaltet: Man will "rechtliche Mittel ausschöpfen"

DTM erwägt große Format-Revolution

2027 Shootout-Qualifying in zwei Teilen?

Wird für 2027 in der DTM das Qualifying- und das Rennformat sowie der Ablauf geändert? Am Sachsenring gab es intensive Gespräche mit den Teams

Nachbericht CaféKunstwerk Rallye Trophy 2026

Klassik-Rallye mit Alkotest-Schreckmoment

Don’t drink and drive ist bei einer Oldtimer-Rallye Ehrensache. Eine Fahrzeug-Crew ließ sich von einer Polizeikontrolle nur kurz abhalten, um schnell wieder weiter zu fahren. Bei den Oldtimern siegte ein Mazda, bei den Youngtimern ein Porsche.