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Doch kein reines Rookie-Team

Was anfänglich ausgeschlossen wurde, ist nun fix, David Coulthard wird 2005 für Red Bull Racing an den Start gehen, der Teamkollege ist weiter offen.

David Coulthard hat es geschafft! Bei den Tests in Jerez konnte er das neue Red Bull-Team inklusive Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz derart beeindrucken, sodass dieser nun in einem Interview mit der Kronen Zeitung bestätigt:

„David Coulthard ist fix. Wenn jemand 13 Grand Prix gewonnen hat und noch dazu so eine Persönlichkeit hat, brauchen wir nicht viel zu diskutieren. Hätten wir ihn nur als Testfahrer im Auge gehabt, hätten wir ihn gar nicht erst testen lassen.“

Red Bull hat sich also für die Linie „Routinier & Rookie“ entschieden. Nach den Empfehlungen seiner freundschaftlichen Berater Niki Lauda und Gerhard Berger war der Beschluss keine wirkliche Überraschung mehr.

Für Christian Klien und Vitantonio Liuzzi bedeutet diese Entscheidung nichts Gutes – de facto droht den beiden eine Verschlechterung des Arbeitsklimas oder zumindest eine Erhöhung des Leistungsdrucks, und zwar von Rennen zu Rennen.

Red Bull spielt immer noch mit dem Gedanken, ein in der Formel 1 bislang nicht zum Einsatz gekommenes „Ersatzbank“-System einzuführen. Klien und Liuzzi sollen abwechselnd in den zweiten Red Bull steigen – dies könnte sogar von Rennen zu Rennen entschieden werden.

„Wenn es vom Reglement her geht, warum nicht die beiden abwechselnd?“, fragt Dietrich Mateschitz. Sollte einer der beiden gerade eine „tolle Serie“ haben, könnte er dann „länger im Auto bleiben“. Doch der Fahrer weiß auch stets: Leistet er sich einen Fehler, sitzt beim nächsten Rennen der andere im Auto.

Die gewisse Vertrautheit, die für viele Piloten wichtig ist, wird hier doch reduziert – andererseits wird das in der Formel 1 ohnehin angewandte Leistungsprinzip hochkonzentriert zum Einsatz gebracht. Vitantonio Liuzzi hat sich bereits gegen ein solches System ausgesprochen - durchaus möglich, dass er ein derartiges Angebot ablehnen könnte.

Die endgültige Entscheidung, wer im zweiten Red Bull sitzen wird, muss laut Dietrich Mateschitz noch vor den Januar-Testfahrten fallen. Denn da müsse „das Auto schon auf den Fahrer maßgeschneidert sein“. Auf den Fahrer oder auf die Fahrer, das ist hier die Frage...

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