MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Renault: Vorteile durch legale Startautomatik?

Der Traumstart der Renaults trotz des Launch-Control-Verbots gibt der Konkurrenz zu denken. Nutzen die Franzosen eine Lücke im Regelwerk?

Vergangene Saison überholten die Renault-Piloten Jarno Trulli und Fernando Alonso am Start meist gleich zwei bis drei Konkurrenten. Grund: Die Franzosen verfügten über eine ausgeklügelte Startautomatik. Diese ist heuer zwar verboten, dennoch haben beide Fahrer in Melbourne einen Zauberstart hingelegt. Fernando Alonso ließ den Drittplatzierten Juan Pablo Montoya gnadenlos stehen und nahm dessen Platz ein, während auch Jarno Trulli schnell startete.

Doch wie kommt es, dass Renault ohne Startautomatik so glänzend wegkommt? „Wir möchten darüber nicht sprechen, aber lesen Sie die Regeln...“, sagte Chefingenieur Pat Symonds mit einem Lächeln. Diese besagen nur, dass der Fahrer beim Start die Motorleistung per Gaspedal zu steuern hat – was eine Regulierung durchdrehender Räder via Benzinzufuhr oder Zündung nicht explizit ausschließt!

Offenbar hat es Renault geschafft, ein legales System zu entwickeln, welches von der gängigen Technik unterstützt wird, aber nicht gegen das Reglement verstößt. „Wir waren beeindruckt von der Traktion, die Fernando auf dem Gras hatte, und auch Jarno legte einen guten Start hin“, fuhr Symonds im Gespräch mit Autosport fort.

Eines ist auch klar: In der Formel 1 ist es schwer, auf der Strecke zu überholen. Also können die Piloten versuchen über eine gute Boxenstoppstrategie an einem Vordermann vorbeizukommen, oder eben am Start. „Der Start ist die beste Gelegenheit, das zu tun“, macht der Renault-Ingenieur klar. „Und daran haben wir natürlich hart gearbeitet.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

FIA-Meeting am Donnerstag

Welche Optionen hat die Formel 1?

Am Donnerstag trifft sich die Formel-1-Elite, um über die neuen Regeln zu reden: Doch was kann überhaupt kurzfristig verändert werden?

Rallycross, Melk: Vorschau

Rallycross-Saisonstart in Melk

Mit den Rennen auf dem Wachauring startet eine mit Spannung erwartete Rallycross-Saison. 100 Rennautos haben ihre Nennung für das Rennen in Melk abgegeben – insgesamt werden Pilotinnen und Piloten aus sechs Nationen an der Startlinie stehen.

Rechbergrennen 2026: Vorschau

Rekord-Nennung beim Rechbergrennen

Der große Bergpreis von Österreich am Rechberg zieht die besten Bergrennpiloten aus ganz Europa an. 269 TeilnehmerInnen aus 18 Nationen bedeuten neuen Nennrekord. Veranstalterteam rechnet mit großem Zuschaueransturm

Zwischen Wachstum und Identität

MotoGP will keine F1-Kopie werden

Milliarden-Übernahme, Millionen Fans, aber kein Kurs Richtung Formel 1: MotoGP-Sportdirektor Carlos Ezpeleta erklärt, warum der Sport bewusst anders bleiben will