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Die Piloten nehmen die Strecke unter die „Lupe“

Noch ruhen die Motoren in Shanghai, doch auf der Strecke war heute bereits jede Menge Betrieb. Schließlich wollten 20 Fahrer alles inspizieren.

Egal mit welchem der 20 F1-Piloten man vor der großen Grand Prix Premiere des Shanghai International Circuit spricht: Sie haben alle nur eines im Sinne – nein, nicht zu siegen, sondern zu laufen! Allerdings nicht um sich körperlich fit zu halten, sondern um die neue Strecke bis auf den letzten Millimeter genau unter die Lupe zu nehmen.

Entsprechend bot sich den Betrachtern am heutigen Mittwoch wieder einmal das gewohnte, aber dennoch nicht minder interessante Bild mehrerer F1-Piloten die sich mit ihren Ingenieuren und Teammitgliedern wie bei einem Familienausflug oder Spaziergang am Sonntagnachmittag ihren Weg über die auf Styropor gebaute neue Asphaltschicht bahnten.

Darunter natürlich auch die beiden Silberpfeilpiloten Kimi Räikkönen und David Coulthard, welche diesen „silbernen Familienausflug“ schon seit langer Zeit geplant hatten: „David und ich werden uns die Strecke gleich nach unserer Ankunft mit unseren Ingenieuren ansehen und uns die Bremspunkte und Kerbs einprägen.“

Toyota-Pilot Olivier Panis verriet derweil sogar sein gesamtes Herangehen an den neuen Kurs im Reich der Mitte. „Vor dem Wochenende werde ich die Strecke mit meinem Ingenieur ablaufen“, beschreibt der Franzose den Beginn seiner Vorgehensweise. „Danach werde ich die erste Session am Freitag damit verbringen die Strecke zu lernen, ohne zu viel am Setup zu spielen. Man muss erst seinen Speed finden, bevor man etwas verändern kann.“

Wie wichtig dieser Streckenrundgang für die Piloten ist, zeigt unterdessen Renault-Pilot Fernando Alonso auf. „Aus den vorliegenden Streckenskizzen kann ich leider kaum etwas lernen – in Wirklichkeit beginnt der Lernprozess erst, wenn wir eine Woche vor dem Rennen den Kurs gemeinsam mit den Ingenieuren erstmals zu Fuß abgehen“, hebt auch der Spanier die Wichtigkeit des „großen Laufens“ heraus.

Und auch der amtierende Champion und erfolgreichste Formel 1 Fahrer aller Zeiten, Michael Schumacher, kann den Zeichnungen und Fotos der neuen Strecke nicht allzu viel abgewinnen. Als siebenfacher Weltmeister setzt der Deutsche allerdings auch bei seiner Besichtigungstour auf eine Extratour: „Ich werde aller Voraussicht nach schon vorher versuchen, die Strecke irgendwie abzufahren, sei es mit Scooter oder sonst wie. Denn all die Zeichnungen und Computersimulationen bringen für mich nichts; ich bin jemand, der die Strecken im wahren Wortsinn „erfahren“ muss.“

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