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Hyundais Update-Offensive Hyundai will aufrüsten: Weitere Updates nach der Safari-Rallye geplant
Hyundai

Wie die Lücke zu Toyota geschlossen werden soll

Hyundai will sein WRC-Auto für die Saison 2026 weiterentwickeln - Toyota scheint einen großen Vorsprung zu haben, den die Koreaner verkleinern wollen

Hyundai plant, nach der Safari-Rallye Kenia (am kommenden Wochenende) weitere Upgrades für sein World-Rally-Championship-Auto zu zünden. Das Ziel ist klar: Der Rückstand auf Erzrivale Toyota muss schrumpfen - und bei der Konkurrenz rechnet man bereits fest mit einem harten Konter der Koreaner.

Die koreanische Marke legte einen holprigen Start in die Saison 2026 hin. Bei den ersten beiden Läufen in Monte Carlo und Schweden setzte es deutliche Niederlagen gegen Toyota. Vor dem anstehenden Wochenende in Kenia blickt Toyota auf zwei aufeinanderfolgende Dreifachsiege zurück, während ein vierter Platz von Adrien Fourmaux beim Saisonauftakt in Monaco das bisherige Highlight für Hyundai markiert.

Den Hyundai-Piloten fiel es schwer, eine konstante Pace aus dem i20 N Rally1 zu kitzeln. Dabei hatte das Auto über den Winter Upgrades an der Frontpartie und am Getriebe erhalten, nachdem das "Evo"-Modell im Jahr 2025 unter einem extrem schmalen Arbeitsfenster gelitten hatte. Während Hyundai seine Homologations-Joker bereits für die Front und die Getriebeübersetzung verbraucht hat, gibt es eine Reihe von Komponenten, die das Team außerhalb des Joker-Systems verbessern will.

Fokus auf das Arbeitsfenster

Laut Sportdirektor Andrew Wheatley hat Hyundai seit Schweden "so viel wie möglich" getestet und dabei ein zehntägiges Programm abgespult. Der Fokus lag auf Schotter für Kenia sowie auf Asphalt, um für die anstehenden Rallyes in Kroatien und auf den Kanarischen Inseln gerüstet zu sein.

"Die Integration der Teile folgt einem Zeitplan", erklärt Wheatley gegenüber der englischen Schwesterseite Motorsport.com. "Ich denke, wir werden in den nächsten vier bis sechs Wochen mehr Teile sehen, die das Auto in einem breiteren Fenster fahrbarer machen. Aus meiner Sicht war das immer die größte Herausforderung bei diesem Auto. Wir wissen, dass es schnell ist, aber die Schwierigkeit liegt darin, das Fenster groß genug zu machen, um die wechselnden Bedingungen in der WRC abzudecken."

Bevor die nächste Upgrade-Stufe zündet, steht mit Kenia jedoch die wohl härteste Prüfung im Kalender an. Im Jahr 2025 gelang dort mit den Plätzen zwei und drei für Ott Tänak und Thierry Neuville immerhin ein kleiner Durchbruch. Wheatley bleibt trotz der Übermacht der Konkurrenz zuversichtlich: "Wir müssen realistisch sein, denn Toyota zu schlagen ist nicht einfach - vor allem, weil sie über den Winter einen Schritt nach vorne gemacht haben. Wir fahren nicht gegen den Toyota von 2025, sondern gegen den von 2026."

Toyota-Teamchef Latvala: "Man muss schnell reagieren"

Toyota beobachtet die Entwicklung beim Rivalen derweil sehr genau. Trotz der bisherigen Dominanz - Toyota ist seit der Rückkehr der Safari in den Kalender im Jahr 2021 ungeschlagen - warnt Teamchef Jari-Matti Latvala davor, Hyundai abzuschreiben.

"Ich hatte erwartet, dass sie näher dran sind, aber in Monte und Schweden hatten sie Probleme", sagt Latvala im Gespräch mit Motorsport.com. "Ich gehe davon aus, dass sie zurückkommen und auf einem Niveau mit uns agieren werden. Ob sie das schon bis Kenia schaffen, ist ein Fragezeichen."

Latvala weiß, dass Hyundai unter Zugzwang steht, wenn der WM-Zug nicht ohne sie abfahren soll: "Die Zeit in der Meisterschaft rennt, und wenn man im Spiel bleiben will, muss man schnell reagieren. Kenia ist aber eine Rallye, bei der es nicht primär auf Performance ankommt, sondern auf Zuverlässigkeit und besonnene Fahrer. Auch das kann gute Ergebnisse bringen."

Für die Safari schickt Toyota ein beeindruckendes Aufgebot von fünf Autos ins Rennen, angeführt vom WM-Führenden Elfyn Evans und Weltmeister Sebastien Ogier. Hyundai setzt dagegen auf sein gewohntes Trio aus drei Fahrzeugen. Während Hyundai also auf die Zuverlässigkeit des "Evo"-Modells hofft, um in den afrikanischen Staubwolken zu bestehen, ist der Blick in der Fabrik bereits fest auf den April gerichtet, wenn die nächsten Upgrades die Wende einläuten sollen.

Motorsport-Total.com

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