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Neuigkeiten von der Grand Prix World Championship

Wie angekündigt meldete sich am Dienstag die Herstellervereinigung GPWC zu den neuen Regeln in der Formel 1 sowie der eigenen Zukunft zu Wort.

Nachdem es in den vergangenen Monaten recht ruhig um die GPWC, kurz für Grand Prix World Championship, geworden war, gab man in einer Pressemitteilung nun bekannt, dass man die International Sports and Entertainment AG (iSe), ein weltweit führendes Unternehmen für Sport-Marketing und -Management, mit dem Aufbau einer operativen und kommerziellen Struktur für eine neue Motorsportserie beauftragt habe. Die neue Serie für Formelfahrzeuge soll spätestens 2008 beginnen. Also nach dem Ende des aktuellen Concorde Agreements mit Bernie Ecclestone.

Im Anschluss an eine ausführliche Benchmark-Studie der weltweit wichtigsten Sport- und Motorsportveranstaltungen ist eine Gruppe internationaler Experten aus Sportmarketing, Motorsport, Wirtschaft und Unterhaltung gebildet worden, deren alleiniges Ziel es ist, die neue Spitze des Motorsports zu schaffen. „Die neue Serie wird nur die Stärken der Formel 1 übernehmen“, heißt es recht darwinistisch in der Pressemeldung der GPWC, „und darüber hinaus die Wünsche ihrer wichtigsten Interessengruppen - Zuschauer, Teams, Rennstreckenbetreiber und andere Partner - in den Mittelpunkt stellen.“

Allein dieser Satz klingt schon so als ob die Teams vom Ecclestone’schen 47%-Regen in die nicht minder kommerziell dominierte GPWC-Traufe kommen würden. Für jene Teams, deren Rettung derzeit auf dem Programm steht, wäre laut GPWC also dann kein Platz mehr. Dies ist aber wahrscheinlich alles nur zum „Wohle des Sports“...

„Wir haben mit dem derzeitigen Management und der Führung der Formel 1 viel Geduld gehabt. Doch die jüngsten Entwicklungen haben gezeigt, dass der Sport eine Struktur braucht, die ihm eine stabile und blühende Zukunft garantiert“, erklärte der GPWC-Vorsitzende Prof. Jürgen Hubbert. „GPWC ist sehr froh iSe für die neue Serie gewonnen zu haben. Das Unternehmen hat eine solide Aktionärsbasis und umfassende Managementerfahrungen mit globalen Sportereignissen wie der FIFA-Weltmeisterschaft sowie den Olympischen Spielen. iSe ist deshalb als Partner unsere erste Wahl.“

Der Präsident & Vorstandsvorsitzender von iSe, George Taylor, ist natürlich ebenfalls hocherfreut über den Auftrag der GPWC: „iSe freut sich auf diese einzigartige und prestigeträchtige Aufgabe. Wir wollen eine Rennserie schaffen, die die Erwartungen der Fans, Teilnehmer und Geschäftspartner noch übertrifft. Das Engagement unserer Teilhaber und Partner sowie die große Erfahrung unseres Teams werden dafür sorgen, dass die neue Serie in allen Bereichen Maßstäbe setzen wird.“

Seit der Gründung im Mai 2001 hatte die GPWC mit den Inhabern der kommerziellen Rechte der Formel 1 (der SLEC Holdings Ltd) über die künftige Struktur des Sports verhandelt. Dabei hat man sich eigenen Angaben zu Folge auf vier Kernziele konzentriert:

1. Sicherung einer langfristigen und stabilen Plattform für den Sport
2. Steigerung der Einnahmen aller teilnehmenden Teams
3. Ansprache des größtmöglichen Publikums weltweit
4. Schaffung einer transparenten Geschäftsführung

Am 19. Dezember 2003 wurde von den Direktoren der GPWC und den SLEC-Teilhabern (Bayerische Landesbank, JP Morgan, Lehman Brothers und Bambino Holdings) sowie Bernie Ecclestone eine gemeinsame Absichtserklärung ("Memorandum of Understanding") über diese Ziele unterzeichnet. Da SLEC-Teilhaber sich jedoch angeblich nicht an zentrale Punkte der Vereinbarung halten wollten, beendete die GPWC am 23. April 2004 die Verhandlungen und nahm die Vorbereitungen für die neue Serie wieder auf.

Nicht mehr mit von der Partie ist in der GPWC der Automobilkonzern Ford, welcher nach seinem Rückzug aus der Formel 1 seine Anteile an der GPWC Holdings BV an die BMW Group, DaimlerChrysler AG, Gruppo Ferrari Maserati sowie Renault übertragen hat. Für die neue Serie wird GPWC auch künftig den Beitrag von Ford und von allen anderen Herstellern suchen.

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