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Coulthard über das Ende der Powerslides

Wegen der Umstellung von V10- auf V8-Motoren befürchtet David Coulthard das endgültige Verschwinden von Drifts in der Formel 1.

Viele Fahrer sind zwar der Ansicht, dass sich der Formatwechsel von 3,0-Liter-V10- auf 2,4-Liter-V8-Motoren nur unwesentlich auf das Kurvenverhalten der Formel-1-Boliden auswirken wird, doch David Coulthard ist da - übrigens genau wie zum Beispiel auch sein langjähriger McLaren-Mercedes-Teamkollege Alexander Wurz - anderer Ansicht.

"Die Regeln werden umgestellt von einem ziemlich ausbalancierten Fahrverhalten, in dem es vielleicht ein bisschen mehr Leistung als Grip gab, hin zu einem, in dem mehr Grip als Leistung vorhanden ist", erklärte der Schotte gegenüber der BBC. "Wenn die Leute davon reden, dass sich die Formel 1 der Formel 3 annähert, dann deswegen, weil man in der Formel 3 eine solche Balance hat. Man sieht in der Formel 3 keine Powerslides, und in der V8-Formel-1 werden wir sie auch nicht mehr sehen."

In der ohnehin schon relativ unspektakulären Formel 1, in der jeder Drift viel Zeit kostet und daher tunlichst vermieden wird, sorgt nun die Beschneidung der Leistung für die nächste Kastration. Coulthard: "Ich mochte die V10-Formel", gab der 34jährige zu Protokoll. "Die Balance zwischen Leistung und Grip hat einfach gestimmt. Aber wen kümmert es schon, was ich denke? Die Situation ist nun mal so, wie sie ist."

"Als ich erstmals Formel 1 testete, hatten wir noch aktive Radaufhängung, 3,5-Liter-Motoren und breite Slicks", fuhr er fort. "Die Autos hießen schon immer Formel 1, aber es gab in meiner Zeit schon immer große Unterschiede. Die Spur wurde verkleinert, dann kamen die Rillenreifen und jetzt die V8-Motoren. Die Formel 1 ist mit Sicherheit die Motorsportkategorie, die sich in den vergangenen zehn Jahren am meisten verändert hat."

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