MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Die sagenhafte Alfetta kommt zur Ennstal-Classic

Die Alfetta, jener Formel 1-Bolide, der 1950/51 die ersten Titel der neuen WM gewann, wird bei der diesjährigen Ennstal-Classic (19.-22.7.) am GP in Gröbming teilnehmen.

Foto: www.ennstal-classic.at

Die Alfetta von Alfa Romeo gilt als der erfolgreichste Langzeit-Grand Prix Rennwagen der Geschichte. Beim TAG Heuer Grand Prix der Ennstal-Classic wird der Formel 1, der 1950/51 die ersten WM-Titel gewann, angeheizt.

1938 gewann der Kompressor-Rennwagen sein erstes Rennen in der «Voiturette»-Formel, 1951 war die Alfetta immer noch so konkurrenzfähig, dass Juan Fangio mit ihr Weltmeister wurde.

Zwischen 1947 und 1951 gab Alfa Romeo für seine als «tipo 158/159» bezeichneten Alfettas 99 Nennungen für 35 Rennen ab, und die Alfettas gewannen bis auf vier, alle Rennen. Sie drehten in 23 Rennen die schnellste Runde, es gab nur zwei Ausfälle, Alfettas komplettierten 29,208 Renn-Kilometer unter dem ab 1950 gültigen Formel 1-Reglement.

Als im Jahre 1950 Juan Fangio, Nino Farina und Luigi Fagioli die erste WM-Saison der neuen Formel 1 in Angriff nahmen, hatten ihre Alfetta bereits ein zwölfjähriges Vorleben hinter sich und das sah so aus:

1937 bei Ferrari gebaut

Als Daimler Benz und Auto Union Mitte der dreißiger Jahre auf den Rennpisten das Tempo diktierten, warf der italienische Konstrukteur Giochino Colombo die ersten Skizzen für einen neuen Alfa- Rennwagen aufs Reißbrett, der dann 1937 bei der Scuderia Ferrari in Modena gebaut wurde.

Mit 1.479 ccm Hubraum – es handelte sich um zwei in der Mitte gekoppelten Vierzylindermotoren – gab das achtzylindrige Kompressortriebwerk anfangs 195 PS bei 7.200 Touren ab. Um den italienischen Wagen gegen die deutsche Phalanx endlich Chancen zu geben, wurde 1939 der Grand Pris von Tripolis unerwartet für 1,5 Liter Rennwagen ausgeschrieben.

Worauf Mercedes in knapp sechs Monaten völlig geheim einen komplett neuen Rennwagen baute, der dann im Tripolis-Grand Prix die Alfetta und Maserati besiegte.

1943 standen bereits sieben Alfetta auf Rädern, und als die deutschen Truppen die Rennstrecke von Monza zur Erprobung ihres Fuhrparks beschlagnahmten, gelang es dem Automobilclub von Milano im letzten Moment, alle Alfetta verschwinden zu lassen. In einem Dorf namens Melo überdauerten sie den Krieg.

1950: Farina Weltmeister

Für ein Rennen in Paris, am 9.Juni 1946, wurden die Alfa Romeo «tipo 158» exhumiert. Der Italiener Giuseppe Nino Farina wurde damit 1950 der erste Automobil-Weltmeister. Für 1951 wurden die sechs existierenden 158er modernisiert, die Leistung stieg von 390 PS bei 9.000 U/min. auf 405 PS bei 10.500 U/min.

Bremsen und Hinterachse wurden verbessert, und der Treibstofftank wurde auf 325 Liter vergrößert, denn mit steigender Leistung schnellte der Spritverbrauch (es wurde mit Alkohol-Treibstoff gefahren) auf 120 Liter pro 100 Renn-Kilometer. Allein der Kompressor fraß bereits 135 PS an Leistung weg, der goldene Schnitt ging langsam aber sicher verloren.

1951: Das Ende der Siegesserie

Die Bezeichnung der Alfetta hieß 1951 «tipo 159» In diesem Jahr kündigte sich in Silverstone die Alfetta-Dämmerung an: erstmals nach einer viereinhalb Jahre andauernden Siegesserie kehrten die Wagen mit dem vierblättrigen Klee geschlagen nach Mailand zurück. D

er Argentinier Gonzales auf einem 4.5 Liter Saugmotor-Ferrari hatte in Silverstone Fangio in der Alfetta besiegt. Doch Weltmeister 1951 wurde Fangio, auf der sagenhaften Alfetta von Alfa Romeo.

Die Ennstal-Classic findet in diesem Jahr vom 19. bis zum 22. Juli statt.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Wilder Singapur-Sprint

Russell-Crash & McLaren-Kollision

Max Verstappen siegt in einem wilden Singapur-Sprint, bei dem George Russell crasht, beide McLaren miteinander kollidieren und nur 13 Autos das Ziel sehen

Offiziell: F1 in Ruanda

Ruanda-Deal - ohne konkreten Zeitpunkt

Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt

GP von Singapur: Qualifying

Verstappen mit erster "echter" Singapur-Pole

Max Verstappen holte sich zum ersten Mal eine Poleposition für den Singapur-Grand-Prix vor den beiden Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton

F1 hält an Katar und Abu Dhabi fest

Jetzt droht der Super-GAU

Die Situation im Nahen Osten ist weiterhin mehr als fragil - Im schlimmsten Fall für die Formel 1 gewinnt Kimi Antonelli den WM-Titel 2026 auf der heimischen Couch

F1 vor Rückkehr nach Afrika

Deal für Ruanda kurz vor Abschluss

Die Anzeichen dafür, dass die Formel 1 2030 einen Grand Prix in Ruanda austragen wird, verdichten sich - WurzDesign plant Rennstrecke in der Nähe von Kigali

"Nicht erlaubt, nicht ermöglicht"

Wurde BMW um seine Titelchance gebracht?

Marco Wittmann fühlt sich um seine DTM-Titelchance gebracht und ärgert sich über die BoP: Hätte man den BMW nach dem Samstag besser einstufen müssen?