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McLaren will Hamilton bei anderem Team parken

Nachwuchshoffnung Lewis Hamilton ist vertraglich an McLaren-Mercedes gebunden, wird seine Formel-1-Karriere aber wohl nicht im Silberpfeil beginnen.

Lewis Hamilton wird 2006 in der GP2-Serie an den Start gehen und im Zuge seines seit fast zehn Jahren bestehenden McLaren-Mercedes-Vertrags auch für die "Silberpfeile" testen, doch sollte er nächste Saison in der Formel 1 fahren, dann eher nicht bei seinen langjährigen Förderern. Stattdessen könnte er vorübergehend bei einem kleineren Team geparkt werden.

"Natürlich hat er einen ziemlich ausführlichen und bindenden Vertrag mit uns, denn wir haben praktisch seine gesamte Karriere finanziert", erklärte Teamchef Ron Dennis in Bahrain zu diesem Thema. "Es ist also vertraglich gesehen möglich, dass er 2007 für uns fahren wird, aber wenn er in der GP2-Serie dominieren sollte, dann wäre er für andere Leute ebenso interessant."

"Ich habe ihm schon ins Gesicht gesagt, dass es nicht McLarens Aufgabe ist, Grand-Prix-Fahrer auszubilden, sondern unsere Aufgabe ist das Gewinnen von Rennen. Es ist daher zwar nicht unmöglich, aber sehr unwahrscheinlich, dass er seinen ersten Grand Prix in einem McLaren bestreiten wird", so der Brite, der fest davon ausgeht, dass sein Schützling den Sprung in die "Königsklasse des Motorsports" früher oder später schaffen wird.

"Wenn es eine Möglichkeit gibt, wie wir ihm helfen können, dann werden wir das tun. Am einfachsten geht das mit Geld, aber wir könnten auch technischen Support oder Kundenmotoren zur Verfügung stellen. Wir werden anbieten, was immer wir anbieten können. Das ist unsere Aufgabe", sagte Dennis. Sprich: Hamilton könnte bei einem kleineren Team geparkt werden, welches im Gegenzug Mercedes-Motoren bekommen würde - etwa gar der geplante Direxiv-Rennstall mit Jean Alesi als Teamchef?

"Ich sehe das alles als Projekt: Kann man jemanden im Alter von zwölf Jahren unter Vertrag nehmen und durch die gesamten Abläufe begleiten und leiten? Lewis muss nur unseren Vorgaben folgen. Ein paar Mal hätte er uns schon verlassen können, aber dies ist kein 'My Fair Lady'-Prozess. Wir haben ihm gesagt: 'Wir werden dich weiterhin unterstützen, wenn du weiterhin unseren Richtlinien folgst'", so der McLaren-Mercedes-Teamchef abschließend.

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