MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Underdogs bezwingen Formel-1-Stars

Weder Lokalmatador Rubens Barrichello noch Felipe Massa konnten das 500-Meilen-Kart-Rennen von Granja Viana gewinnen, dafür fünf Außenseiter.

  • Fotogalerie 01
  • Fotogalerie 02
  • Fotogalerie 03
  • Fotogalerie 04

    Ferrari-Pilot Felipe Massa hatte sich für die diesjährige Ausgabe des 500-Meilen-Kartrennens im Katrodromo International Granja Viana wie in jedem Jahr viel vorgenommen und startete am Wochenende auch aus der Pole Position. Doch schon früh im Rennen kollidierte der 25jährige mit einem Kontrahenten und schied aus.

    Mit Rubens Barrichello landete immerhin ein anderer Brasilianer auf dem Podest. Der Honda-Fahrer erreichte zusammen mit den IndyCar-Stars Tony Kanaan und Dan Wheldon den zweiten Platz. Den Sieg errang das Außenseiter-Team Polipetro nach 644 Runden und einer Zeit von 10 Stunden, 36 Minuten und 26,782 Sekunden mit seinem erst 15 Jahre alten Fahrer Otavio Bonder und den Teamkollegen Antonio Francesco Ventre, Jose Eduardo Ventre, Bruno Pacetti und Lucas Rodrigues.

    Bei der zehnten Ausgabe des Rennens in Cotia, in der Nähe von São Paulo, kam die Siegermannschaft mit zwei Runden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Team ins Ziel, nachdem man sich über mehr als zehn Stunden ein packendes Duell gegen die Konkurrenz geliefert hatte.

    Beim Le-Mans-Start verlor Felipe Massa die Führung und fuhr in der ersten Stunde auf dem zweiten Platz, konnte dann jedoch eine Kollision mit einem Konkurrenten nicht verhindern, der sich vor ihm gedreht hatte. "Ich konnte nichts tun. Als ich es bemerkte, war der Kerl nur ein paar Meter vor mir. Das war schade, denn unser Speed war ganz gut und wir waren in der Lage, in die Top drei zu kommen."

    Um nach dem Crash eine gebrochene Achse zu reparieren, benötigte das Team 30 Runden Zeit. Massa ging noch einmal auf die Strecke, doch Teamkollege Rafael Derani musste das Kart schliesslich mit einem Motorschaden abstellen.

    Auch Ex-Formel-1-Pilot Luciano Burti hatte kein Glück. Bei noch zehn verbleibenden Runden blieb der Brasilianer auf dem zweiten Platz liegend mit technischen Probleme liegen: "Ich weiß nicht, was das Problem war, aber bis zu diesem Moment lief alles perfekt", so Burti, der schlussendlich noch als Dritter gewertet wurde. "Ich weiß, dass wir auf der Strecke nicht die Schnellsten waren, auch wenn wir einen konstanten Speed zeigten. Es war sehr toll, gegen all die Jungs zu fahren."

    Glücklicher war Rubens Barrichello über seinen zweiten Rang: "Wir müssen feiern, denn unser Kart war nicht so schnell wie jenes der Fahrer, die vor uns ins Ziel gekommen sind, und sogar einiger von denen, die wir überholt haben. Wir hatten die ganze Zeit Probleme mit einem schwachen Motor."

    Im prominenten Starterfeld waren auch Nelson Piquet Junior, Ricardo Zonta und Enrique Bernoldi am Start, die aber außerhalb der Top 10 ins Ziel kamen. Tony Kanaan wunderte sich übrigens nicht, dass die unbekannte Konkurrenz den Profis das Leben so schwer gemacht hat: "Nur jene Leute, die den brasilianischen Kart-Schauplatz nicht kennen, kann man mit den Ergebnissen überraschen. Diese Jungs sind Profis und sie wissen genau, wie sie die Sache angehen müssen."
  • News aus anderen Motorline-Channels:

    Weitere Artikel:

    "Sie machen damit einen Fehler"

    Formel-E-Boss kritisiert neuen F1-Weg

    Formel-E-Boss Alberto Longo freut sich über die erhöhte Aufmerksamkeit auf seiner Serie und glaubt nicht, dass sich die Formel 1 mit dem Weg einen Gefallen tut

    Honda hat eine Erklärung für seine bisherigen Probleme geliefert: Die Batterie wird durch Vibrationen beschädigt - Hersteller hofft auf Besserung bis Suzuka

    Emil-Frey-Team liefert Überraschung

    Pinker Ferrari in der DTM!

    Wieso der Emil-Frey-Ferrari in der DTM-Saison 2026 plötzlich pink ist, welcher Hochkaräter Jack Aitken nachfolgt und was aus dem geplanten dritten Auto wird

    GP von Australien: Bericht

    Russell gewinnt F1-Auftakt in Australien!

    Ferrari machte George Russell das Leben in der Anfangsphase richtig schwer, am Ende war es für Mercedes aber der erwartete Auftaktsieg in Australien

    "Lange auf meiner Wunschliste"

    Verstappen startet bei 24h Nürburgring

    Max Verstappen startet 2026 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring: Warum das Rennen "seit langem auf seiner Wunschliste" steht und was er außerdem plant