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Zanardi drehte zwölf Runden

BMW-Motorsportdirektor Dr. Mario Theissen zeigte sich nach der Ausfahrt am Samstag begeistert - Alex Zanardi gab in Valencia kräftig Gas.

Alessandro Zanardi hat ein weiteres Kapitel Motorsport-Geschichte geschrieben: Der beinamputierte Fahrer kehrte im Rahmenprogramm des Formel BMW Weltfinales erfolgreich ans Steuer eines Formel-1-Autos zurück. Für das BMW Sauber F1 Team führte er am Donnerstag einen Funktionstest durch und drehte er am Samstagvormittag zwölf Runden auf dem 'Circuit de la Comunitat' von Valencia. Der schnellste Umlauf des 40-Jährigen wurde in 1:21.63 Minuten gestoppt.

Sein letztes von 41 Rennen in der "Königsklasse des Motorsports" hatte er 1999 in Suzuka bestritten. Bei einem schweren ChampCar-Unfall verlor Zanardi 2001 beide Beine, nur zwei Jahre später kehrte er mit BMW in den Rennsport zurück. Unter anderem konnte er für das BMW Team Italy-Spain seither zwei Läufe der Tourenwagen-WM gewinnen.

"Nach wenigen Installationsrunden am Donnerstag hatte Alessandro Zanardi heute deutlich mehr Zeit, um sein Formel-1-Comeback zu genießen", so BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. "Es hat mich beeindruckt, wie gut die Umbauten am Auto funktionieren. Alessandro ist auf Anhieb sehr gut zurechtgekommen, was auch an seinen Rundenzeiten abzulesen ist. Man merkt, dass er kein Formel-1-Neuling ist und nichts von seinem Können verlernt hat."

Weil Zanardi mit der rechten Hüfte mehr Kraft aufbringen kann, verlegten die Ingenieure das Bremspedal des Autos von der linken auf die rechte Seite. Die rechte Prothese des Routiniers wird mit Hilfe von Velcro-Tape am Pedal befestigt. Um den engen Raum im Cockpit noch effektiver nutzen zu können, ließ sich Zanardi eigens kleinere Prothesen anfertigen. Er schaltet mit einer Schaltwippe auf der rechten Hinterseite des Lenkrads. Links befindet sich ein weiterer Wippschalter, der zur Gasbetätigung dient.

Am Sonntag wird Zanardi weitere Runden auf der 4,005 Kilometer langen Strecke absolvieren.

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