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Sean McIntosh - der glückliche Held von Sentul

McIntosh kollidierte im Sprint mit Yoong (Malaysia). Von hinten gestartet, wurde der Kanadier im Hauptrennen Erster, Yoong auf Platz 2. Österreich out.

Michael Noir Trawniczek

Seltsames A1GP-Wochenende im indonesischen Sentul. Die Freude im britischen Team, dem Robbie Kerr am Samstag die erste A1GP-Pole Position bescherte, hielt am Sonntag nur eine Runde lang. So lange brauchte der Franzose Nicolas Lapierre, um im Sprint an Kerr vorbeizufahren. Lapierre gewann sechs Sekunden vor Kerr und dem Mexikaner Salvador Duran. Auf Platz 4 Alex Yoong, der mit Sean McIntosh kollidierte - der Kanadier musste aufgeben und startete beim Hauptrennen aus der letzten Startreihe.

Dieses Hauptrennen gestaltete sich recht turbulent. McIntosh wurde von seinem John Village Automotive-Team in der ersten Safety Car-Phase in Runde 2 zum Pflichtboxenstopp hereingeholt - beim Rausfahren jedoch überfuhr der Kanadier die weiße Linie - die fällige Stop-and-Go-Strafe warf ihn abermals zurück ans Ende des Feldes.

Doch dann wurde McIntosh im Zuge der drei Safety Car-Phasen immer weiter nach vorne gespült, konnte aber auch einige Gegner auf der Strecke bezwingen. Nach der zweiten SC-Phase musste er nur noch den Tschechen Tomas Enge überholen - als der Südafrikaner Stephen Simpson und Robbie Kerr ihren Pflichtstopp einlegten, war Sean McIntosh in Führung.

Der Kanadier jubelte: "Ein bisschen Glück hat uns heute schon in die Hände gespielt, aber der Wagen war auch sehr gut. Ich habe ein paar sehr gewagte Überholmanöver riskiert und das Team hat auch einen guten Boxenstopp absolviert."

Neben McIntosh stand Alex Yoong als Zweiter auf dem Siegerpodest - der frühere Formel 1-Paydriver hat bereits am Freitag mit einer Bestzeit im Freien Training auf sich aufmerksam machen können. Yoong konnte auch im Hauptrennen sein Talent unter Beweis stellen. In der frühen Phase des Rennens lag er auf Rang 3, doch nach einem Boxenstopp in der zweiten Safety Car-Phase fand er sich am Ende des Feldes wieder. Im Tandem mit dem Holländer Jos Verstappen arbeitete sich Yoong vor. In der 30. von 36 Runden kämpften die beiden dann um den zweiten Platz, als sie sich ein wenig ins Gehege kamen, blieb Yoong über, während Verstappen auf Rang 6 zurückfiel.

Auf Platz 3 landete der Australier Marcus Marshall, vor Christian Fittipaldi, der von Nelson Piquet jr. das brasilianische Fahrzeug übernommen hatte. Sowohl Marshall als auch Fittipaldi profitierten von einem in der ersten SC-Phase (Runde 2) eingelegten Boxenstopp.

Die schnellste Rennrunde drehte der frühere Formel 1-Pilot Ralph Firman. In Sentul konnten also einige der in der Formel 1 stagnierenden Piloten eine Art Rehabilitation feiern - wie Christian Klien im motorline.cc-Exklusivinterview [Teil 1 finden Sie hier.] schon sagte: "Es gibt keine Nasenbohrer in der Formel 1."

Wie erging es Österreichs Pilot Mathias Lauda? Der Sohn von Dreifachweltmeister Niki Lauda wurde im Sprint 13., musste jedoch das Hauptrennen vorzeitig beenden.

Der nächste A1GP-Lauf findet am 26. Februar in Monterrey, Mexiko statt. Danach kommen nur noch Kalifornien am 12. März und das Finale am 2. April in Shanghai.

Ergebnis Hauptrennen

1.  Sean McIntosh     Kanada        55:55.779
2.  Alex Yoong        Malaysia         +   1.931
3.  Marcus Marshall   Australien       +  12.617
4.  C. Fittipaldi     Brasilien        +  14.000
5.  Neel Jani         Schweiz          +  16.509
6.  Jos Verstappen    Holland          +  21.846
7.  Matt Halliday     Neuseeland       +  22.219
8.  Nicolas Lapierre  Frankreich       +  22.698
Mathias Lauda (Österreich) 18. (+12 Runden)
Punkte-Stand
1. Frankreich 132 Punkte
2. Schweiz 104 Punkte
3. Brasilien 70 Punkte
4. England 68 Punkte
5. Neuseeland 61 Punkte
6. Holland 53 Punkte
19. Österreich 9 Punkte

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