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Kann Dernie Toyota an die Spitze bringen?

Techniker-Urgestein Frank Dernie, zuletzt bis Anfang des Jahres bei Williams tätig, wird als Berater bereits bei der Entwicklung des Toyota TF108 mit einbezogen.

Auf dem harten und steinigen Weg zum ersten Formel-1-Sieg in der Formel 1 setzt Toyota nun nach den mittlerweile entlassenen Formel-1-Ingenieuren Mike Gascoyne und Gustav Brunner nun wieder auf einen etablierten Experten.

Der in Köln stationierte Rennstall hat am Mittwoch mitgeteilt, dass man Frank Dernie verpflichtet hat, der seit über 30 Jahren in der Formel 1 arbeitet, zuletzt beim Motoren-Kundenteam Williams, das er Anfang des Jahres verlassen hatte. Der Brite wird das Team in Sachen Aerodynamik und Chassis beraten.

Nach Aussage des Teams wird er jedoch keine stationäre Rolle in der Fabrik erhalten aber auch nicht häufig zu den Rennen fahren. Ihm soll so die Möglichkeit gegeben werden, "weiterhin anderen Verpflichtungen nachzukommen, die er neben dem Formel-1-Design hat", wie es heißt.

Unter der Leitung von Senior General Manager Chassis Pascal Vasselon soll er bereits an der Verbesserung des aktuellen TF107 und an der Entwicklung des TF108 für das kommende Jahr mitarbeiten.

Der in Lancashire geborene Ingenieur lernte sein Handwerk am Imperial College der London University und entwarf zunächst Getriebe für David Brown Industries. Ende 1976 stieß er zum Hesketh Formel-1-Team und arbeitete am Design des 308E, bevor das Team nach zwei Saisons zusperren musste.

Kurze Zeit später heuerte er beim neu gegründeten Formel-1-Team Williams an, wo er der Aerodynamik-Assistent von Patrick Head wurde und im Imperial College-Windkanal in London arbeitete, an der Entwicklung des FW07 arbeitete. Bis Mitte der 80er war Dernie für die Aerodynamik verantwortlich und man gewann drei WM-Titel.

1989 wurde er von Lotus abgeworben und dort zum Technischen Direktor ernannt. Nach dem Aus Ende 1990 ging er zu Ligier. Nach zwei Jahren kehrte er aus Frankreich nach Großbritannien zurück, wo er mit Ross Brawn zusammen arbeitete und Michael Schumacher im Jahr 1993 bei Benetton zur Seite stand.

Nachdem Benetton-Teamchef Flavio Briatore Ligier aufkaufte, wurde Dernie als Technischer Direktor zu Ligier geschickt. Dernie machte auch den Verkauf des Teams an Arrows mit, wo er bis 1997 arbeitete.

Nach einem kurzen Ausflug als Technischer Direktor zu Lola, die in der Formel 1 peinlich scheiterten, kam er als beratender Ingenieur im Jahr 2003 wieder zu Williams zurück. Dort wurde sein Vertrag im Januar dieses Jahr nicht mehr verlängert.

"Wir sind froh, Frank im Team willkommen zu heißen", so Yoshiaki Kinoshita, Vizepräsident von Toyota F1. "Er verfügt über eine unglaubliche Formel-1-Erfahrung und, da wir ein relativ junges Team sind, wird er uns dabei helfen, unseren Zielen näher zu kommen. Wir sind stetig bemüht, uns zu verbessern, und ich bin mir sicher, dass Frank dazu einen positiven Beitrag leisten wird."

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