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Freispruch für McLaren

Nach einer fünf Stunden andauernden Tagung sprach der World Mortor Sport Council der Sportbehörde FIA das McLaren-Mercedes-Team vom Spionageverdacht frei.

McLaren-Mercedes kann aufatmen - der Weltmotorsportrat des Automobilweltverbandes FIA (WMSC) hat am Donnerstag am Place de la Concorde in Paris nach einer fünfstündigen Anhörung den britisch-deutschen Rennstall in der "Spionage-Affäre" freigesprochen.

"Der WMSC ist überzeugt, dass McLaren-Mercedes im Besitz von vertraulichen Ferrari-Informationen war und deshalb gegen Artikel 151c des International Sporting Codes verstoßen hat", heißt es in der schriftlichen Urteilsbegründung.

Dennoch kommt für den WMSC eine Bestrafung des Teams nicht in Frage: "Es gibt jedoch unzureichende Beweise, dass diese Informationen auf eine Art verwendet wurden, dass die Formel-1-Weltmeisterschaft in unangebrachter Weise gestört wurde. Wir sprechen aus diesem Grund keine Strafe aus."

"Es gab keinen Beweis, mehr konnte man nicht machen", so Luigi Macaluso, italienischer WMSC-Vertreter gegenüber der Gazzetta dello Sport. McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis meinte: "Die Strafe entspricht dem Vergehen, auch wenn wir nicht völlig zufrieden sind."

Hätte die FIA McLaren-Mercedes für schuldig befunden, dann wäre im besten Fall eine Geldstrafe ausgesprochen worden, wahrscheinlich wäre jedoch ein Punkteabzug oder eben ein Ausschluss aus der Weltmeisterschaft verhängt worden, womit die Weltmeisterschaft am grünen Tisch eine Vorentscheidung erfahren hätte.

Das Urteil ist jedoch an eine Warnung geknüpft: "Sollte sich in der Zukunft jedoch herausstellen, dass die Informationen von Ferrari zum Schaden der Meisterschaft verwendet wurden, so behalten wir uns das Recht vor, McLaren-Mercedes wieder vor den WMSC vorzuladen. Dann besteht nicht nur die Möglichkeit eines Ausschlusses aus der Meisterschaft 2007, sondern auch der Meisterschaft 2008."

Ex-McLaren-Mercedes-Chefdesigner Mike Coughlan und Ex-Ferrari-Techniker Nigel Stepney dürfen noch nicht aufatmen - ihnen droht parallel zu bei zivilgerichtlichen Verfahren möglicherweise ausgesprochenen Strafen eine Berufssperre: "Der WMSC wird auch Nigel Stepney und Mika Coughlan vorladen, damit sie Gründe vorbringen können, warum sie nicht für eine längere Zeit für den Motorsport gesperrt werden sollten. Der WMSC hat diesbezüglich die Befugnisse an die Rechtsabteilung der FIA übertragen"

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