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Erster Schlagabtausch der Spitzenteams

Zwei verregnete und zwei trockene Testtage standen den Formel 1-Teams in Valencia zur Verfügung. Am Ende hatte McLaren-Mercedes die Nase vorne...

Michael Noir Trawniczek

McLaren-Mercedes war bei Testfahrten, vor allem im Winter, schon so oft das Maß der Dinge - Stichwort "Testweltmeister" - dass man den Rundenzeiten beim ersten direkten Schlagabtausch der Spitzenteams McLaren, Renault und Ferrari nur wenig Bedeutung zumessen sollte. Zumal Testzeiten ohnehin nur sehr bedingt aussagekräftig sind.

Andererseits - wenn sich ein Fernando Alonso zum einen darum bemüht, nur vorsichtigen Optimismus zu versprühen und zugleich sich zu der Aussage hinreißen lässt: "Die neuen Bridgestone-Einheitsreifen sind sehr schwer zufahren - damit haben alle ihre Probleme, aber es scheint so, als hätte sich McLaren bei der Umstellung etwas leichter getan" - dann kann man zumindest davon ausgehen, dass sich die Chrompfeile auf dem richtigen Weg befinden.

Fernando Alonso hatte nur zwei Regen- und einen Trockentag zur Verfügung. Am ersten Tag knöpfte er dem Rest des Feldes eine volle Sekunde ab, am zweiten Tag lag er nur noch knapp vorne. Zwar musste sich Alonso am ersten Trockentag mit Rang vier zufrieden geben - dafür brannte sein junger Teamkollege Lewis Hamilton am letzten Tag die Wochenbestzeit in den trockenen Asphalt.

Ein kräftiges Lebenszeichen kam von Toyota-Pilot Ralf Schumacher, mit dessen Tagesbestzeit vom Donnerstag. An jenem Tag konnten sich die beiden Renault-Einsatzpiloten Giancarlo Fisichella und Heikki Kovalainen vor den beiden McLaren platzieren. Gesamt fehlten den Franzosen rund vier Zehntel auf die Wochenbestmarke. Wichtiger sind dem Weltmeisterteam jedoch die zweieinhalb Renndistanzen, welche man in dieser Woche absolvieren konnte - erst nächste Woche möchte man laut Testteamchef Christian Silk Gewicht auf die Performance legen.

Weniger rund lief es für Kimi Räikkönen in seinem Ferrari F2007. Im Regen abgeschlagen, am ersten Trockentag von Technikproblemen geplagt. Immerhin konnte der Finne am letzten Testtag satte 115 Runden abspulen - auf die Bestmarke von Hamilton fehlten ihm rund sieben Zehntelsekunden.

Sorgenfalten waren bei RBR zu sehen - der neue RB3-Renault am nicht in die Gänge - man konnte mit dem Newey-Einstandswerk nur einen Bruchteil der geplanten Testrunden abspulen. Das Team spricht von "einigen Kinderkrankheiten". Besorgniserregend sind auch die Rückstände: David Coulthard lag am ersten Trockentag 2,1 Sekunden zurück, Mark Webber fehlten am Schlusstag rund 1,6 Sekunden, er konnte aber auch nur mickrige 22 Runden absolvieren.

Schon ab Dienstag heulen in der kommenden Woche wieder die Formel 1-Motoren - in Jerez werden auch die beiden Formel 1-Österreicher Alex Wurz (zündet den neuen Williams-Toyota FW29) und Honda-Tester Christian Klien erwartet.

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