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Marken-Cup der härteren Art

Ähnlich wie sein Bruder Colin hat sich auch Alister McRae sein Traumauto gebaut, aber dieses kommt wirklich zum Einsatz.

Die Rally-Raids spielen, mit Ausnahme des Großereignisses Dakar, eher eine Nebenrolle im internationalen Geschehen. 2007 war beispielsweise Carlos Sainz Weltcup-Sieger – hätten Sie’s gewusst?

Neues Interesse vor allem bei Bewerbern mit kleinerer Kasse könnte Alister McRaes Projekt bringen. Die Prototypen der Klasse T1 sind superschnelle, superteure Werkswagen; die Autos der seriennahen Klasse T2 sind nicht ganz so flott, wie manche Privatiers sich das wünschen würden. Das McRae-Projekt zielt genau in diese Lücke. Getestet wird bereits seit August.

Die Idee: Standardisierte Autos fahren innerhalb existierender Rally-Raids um eine eigene Cup-Wertung. Sechs Runden wird die „McRae Enduro Trofeo“ umfassen, nämlich drei Weltcup-Läufe und drei FIA-Bajas.

Die Zielgruppe: Abenteuerlustige Raid-Einsteiger (oder auch Rallye-Umsteiger), denen der logistische Aufwand solcher materialmordender Einsätze ansonsten vielleicht zu hoch wäre. Meint Alister McRae: „Unsere Fahrer müssen sich nur aufs Fahren konzentrieren, und das ist der Teil, der Spaß macht!“ - Bei den Events wird für die Betreuung gesorgt, von zwei Mechanikern pro Auto bis zu Verpflegung und Logis.

Die Fahrzeugvorbereitung und die Bordelektronik sind kontrolliert. Eine italienische Firma liefert das für alle einheitliche Reifenmaterial; und es gibt einen, Zitat Pressetext, „interessanten“ Preisgeldtopf.

Technisch ist der McRae-Prototyp ein Marathonauto nach „state of the art“, den Antrieb besorgt ein 2,7l-Turbodiesel, wie er aus diversen Modellen von Land Rover, Jaguar oder Citroen/Peugeot bekannt ist. Die Leistung liegt bei 240 PS.

Alister McRae dazu: „Dies ist von Haus aus kein Auto für Gesamtsiege. Nach unserer Einschätzung kann man damit konstant in den Top 10 der T1-Klasse fahren.“ – Und das mit einem großzügigeren Serviceintervall. 150.000 britische Pfund zzgl. Steuern sind für das fertige Auto zu berappen.

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