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KERS: Schon ab 2009 mit Boost-Button

FIA-Präsident Max Mosley hat den Teams einen sich über fünf Jahre hinweg erstreckenden Plan zur stufenweise Einführung von KERS vorgelegt.

Max Mosley arbeitet noch, so viel steht spätestens seit heute fest. Der amtierende FIA-Präsident hat seine Vorstellungen zur Einführungen und Handhabung der so genannten Energierückgewinnungssysteme (KERS) vorgelegt. In einem Schreiben an die Formel-1-Teams konkretisierte Mosley seine Ideen, wie solche Systeme zunächst auf kleiner Stufe eingebaut werden könnten und wie sich die Entwicklung seiner Ansicht nach innerhalb von fünf Jahren gestalten ließe.

Im Jahr 2009 soll es den Teams demnach erlaubt werden, von einer Fahrzeugachse 60 Kilowatt Energie zu ziehen, diese zu speichern und dann den Fahrern mit Hilfe eines Boost-Buttons pro Runde 400 Kilojoule an Extra-Schub zu geben. So geht es aus dem Mosley-Schreiben hervor, welches den Kollegen von Autosport vorliegt.

In einem weiteren Schritt stellt sich der zurzeit arg umstrittene FIA-Chef vor, dass die zulässige Energie im Jahr 2011 verdoppelt werden soll. Wiederum zwei Jahre später soll KERS von beiden Fahrzeugachsen 200 Kilowatt abgreifen und speichern dürfen. Der auf Knopfdruck verfügbare Leistungsschub für die Piloten würde dann bei 1.600 Joule pro Rennrunde liegen.

Aber Mosley geht noch weiter. "Zusätzlich zu KERS fänden wir es sehr interessant, ab 2011 eine maximale Leistungsabnahme von 20 Kilowatt von der Kühlanlage zu erlauben", schreibt der FIA-Boss. Und weiter: "Der Vorschlag sieht so aus, dass man diese zusätzliche Leistung konstant direkt in den Antrieb geben könnte. Solche Thermo-Ernergiewandler wären eine ganz neue Technologie, die auch beim Bau von Straßenautos relevant wäre."

Die Teams könnten gemeinsam solche Entwicklungen vorantreiben, so Mosley, der mit dem Auslaufen der Homologation der aktuellen Motoren im Jahr 2012 unbedingt kostengünstigere Triebwerke in der Formel 1 sehen möchte. "Im Jahr 2013 könnte dann mit neuen Autos auch eine Energierückgewinnung am Auspuff stattfinden", so der FIA-Chef in seinem Schreiben an die aktuellen Formel-1-Rennställe.

Abschließend schrieb der 68-Jährige, dass seine Vorschläge keinesfalls als Vorgabe betrachtet werden sollten. Vielmehr wolle der den Teams eine Diskussionsgrundlage für die Einführung von KERS an die Hand geben.

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