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Brawn will Kunden-Motor von Ferrari

Ross Brawn bleibt optimistisch was die Suche nach einem Käufer für das Honda F1 Team angeht. Die Motoren könnten von Ferrari kommen.

Seit einem Monat schwebt ein Damoklesschwert über dem im britischen Brackley beheimateten Rennstall, dem Ross Brawn seit einem Jahr vorsteht. Seitdem sich Honda am 5. Dezember offiziell aus der Formel 1 verabschiedet hat, steht die Zukunft des Teams auf Messers Schneide - denn bislang gab es noch kein ernsthaftes Rettungsangebot. Offenbar soll es gleich mehrere Interessenten geben, die sich eine Übernahme vorstellen könnten, aber noch hat Brawn kein grünes Licht für die Saison 2009.

"Ich kann lediglich sagen, dass es mehr als einen Interessenten gibt", sagte der ehemalige Technische Direktor von Ferrari gegenüber der Gazzetta dello Sport und stellte dabei seine eigenen Ansprüche zurück: "Das Ziel dahinter ist es, die Jobs zu erhalten. Meine persönliche Präsenz im Team genießt dabei absolut keine Priorität."

Bald Ferrari-Motoren in Brackley?

Zu einem Verkauf an den mexikanischen Telekommunikations-Giganten Carlos Slim wird es allerdings voraussichtlich nicht kommen. Ein entsprechendes Rettungsgerücht hatte während der Weihnachtsfeiertage die Runde gemacht. Doch Brawn dementierte: "Dieser Herr hat uns nicht besucht und hat auch niemals die Absicht bekundet, das Team zu kaufen."

Unsere Kollegen von 'Grandprix.com' gehen indes von bis zu 25 Interessenten aus, die eine Übernahme der ehemaligen Werksmannschaft wagen könnten - Brawn gibt sich in dieser Angelegenheit aber bedeckt bis zuversichtlich: "Die Chancen stehen sehr gut, ich bin da recht optimistisch", ließ der passionierte Rosenzüchter verlauten.

Mit einem Verkauf des Teams wäre aber wohl nur der erste Schritt getan: "Honda hat uns schon mitgeteilt, dass sie uns keine Motoren liefern werden", erläuterte Brawn, der allerdings schon längst die Fühler Richtung Maranello ausgestreckt hat - ein ehemaliges Honda-Team mit Ferrari-Power könnte durchaus einige Investoren anlocken. Aber: "Noch ist nichts unterschrieben."

Keine Testfahrten für das ehemalige Honda-Team

"Ich habe mich dennoch sehr über die gute Unterstützung von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Stefano Domenicali gefreut", berichtete Brawn, selbst jahrelang eine der wichtigsten Personen im Rennteam der Scuderia und einer der Erfolgsväter der 'Ära Schumacher'. "Es ist einfach wie unter alten Schulfreunden - sie sehen mich noch immer als einen der ihren."

Egal, woher Brawn letztendlich einen Motor bezieht: Die Zeit bis zum Saisonstart Ende März dürfte kaum für ausgiebige Testfahrten ausreichen. "Wir haben keine Eile, denn eine Modifizierung des Wagens, um einen anderen Motor einzubauen, würde ohnehin sechs Wochen dauern. Wir werden also sehr wahrscheinlich im Winter nicht auf die Strecke gehen können."

Also ein weiterer Rückschlag für die ambitionierte Truppe, die noch bis vor wenigen Wochen mit dem RA109 einen echten Volltreffer landen wollte. So backt man für 2009 wieder einmal kleinere Brötchen: "2009 sehen wir als Übergangsjahr", meinte Brawn abschließend. "Daher schauen wir uns schon eine ganze Reihe von Entwicklungsmöglichkeiten für 2010 an..."

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