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Der nächste Ausstieg?

Jüngsten Gerüchten zufolge soll Renault in Erwägung ziehen, das Formel 1-Team zu verkaufen und nur noch als Motorenlieferant aufzutreten…

Nach dem "Crashgate"-Skandal will sich Renault für das kommende Jahr ganz neu aufstellen. Für Interimsteamchef Bob Bell soll ein Nachfolger gefunden werden, Gerüchte um Alain Prost halten sich hartnäckig. Ursprünglich planten die Franzosen, den Rennbetrieb weniger autark laufen zu lassen und das Formel-1-Geschäft wieder mehr in den Konzern einzugliedern. Von einem Teilverkauf des Rennstalls war die Rede.

Eigentlich wollte Renault mit einem Verkauf von maximal 49 Prozent der Anteile weiterhin Herr im Hause bleiben, doch offenbar hat ein Sinneswandel eingesetzt. Nach Informationen der Motorsport aktuell zieht der französische Hersteller nun sogar den kompletten Verkauf des Werksrennstalls in Erwägung. Im Unternehmen soll es viele Befürworter eines solchen Szenarios geben. Renault könne sich als Motorenlieferant weiterhin gut präsentieren.

Angeblich stehen bereits zwei Interessenten für den Kauf des Rennstalls parat. Zum einen heißt es, dass der luxemburgische Unternehmer Gerard Lopez an einer Übernahme interessiert ist. Lopez ist Geschäftsführer der Investmentfirma Mangrove Capital, die durch den Verkauf des Internetkommunikationstools Skype an Ebay viel Geld verdient haben soll. Lopez gilt als Racer, der mit seiner Managementfirma mehrere GP2-Piloten unter Vertrag hat und bereits Interesse an einem Lotus-Kauf signalisierte.

Als zweiter Interessent wird Andrej Krajnik genannt. Der Russe ist Regionalvertreter von Renault-Sponsor Megafon. Der Telekommunikationsriese ist gleichzeitig wichtiger Partner der Olympischen Spiele 2014 in Sotschi. Die Formel-1-Bühne will man offenbar als Plattform für den künftigen Großevent in Russland nutzen. Angeblich plant Krajnik ein Formel-1-Engagement in ganz großem Stil, denn der Inhaber einer Baufirma will offenbar auch eine Grand-Prix-Strecke nahe Sotschi bauen.

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