MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Lässt sich ein Max Mosley ignorieren? Weiteres Theater vorprogrammiert

Der wütende FIA-Präsident verlangte eine Entschuldigung – doch Montezemolo ging darauf nicht ein. Was wird Herr Mosley tun?

Michael Noir Trawniczek

FIA-Präsident Max Mosley war wütend. Die FOTA und vor allem Ferrari-Boss Luca di Montezemolo hätten die Vereinbarungen gebrochen und im Anschluss an das Friedensabkommen Unwahrheiten über die Umstände seiner Nicht-Kandidatur im Herbst verbreitet, Montezemolo habe ihn als „Diktator“ bezeichnet, er wünsche umgehend eine Entschuldigung.

Doch die kam nicht. Montezemolo erklärte stattdessen: „Ich freue mich sehr über die Vereinbarung. Ich kann die Zuschauer verstehen, denen diese Polemik schon auf den Wecker geht - die ganzen Pressemitteilungen, unklare Regeln, die sich alle sechs Monate ändern.“ Und: „Die Polemik muss aufhören! Wir lieben die Formel 1 und wir wollen nicht dazu beitragen, den großen Charme und die Einzigartigkeit der Formel 1 zu entfernen.“

Montezemolo fügte hinzu: „Wir wollen in die Entscheidungen involviert sein, weil wir uns mehr Zuschauer an den Strecken wünschen und billigere Eintrittskarten. Die sind heutzutage viel zu teuer. Außerdem brauchen wir eine bessere Show. Vielleicht können die Teams auch bald ein drittes Auto einsetzen, vielleicht können wir die Überholmöglichkeiten verbessern. Und wir wollen mehr technologische Forschung, extreme Performance und einen starken Wettbewerb.“

Max Mosley wurde also einfach nur ignoriert – es ist bei Herrn Mosley kaum vorstellbar, dass er das einfach hinnehmen wird. Daher ist es nicht auszuschließen, dass der FIA-Präsident weitere Handlungen setzen wird. Vielleicht schon am Montag, in diesem Theater…

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Rallycross, Melk: Vorschau

Rallycross-Saisonstart in Melk

Mit den Rennen auf dem Wachauring startet eine mit Spannung erwartete Rallycross-Saison. 100 Rennautos haben ihre Nennung für das Rennen in Melk abgegeben – insgesamt werden Pilotinnen und Piloten aus sechs Nationen an der Startlinie stehen.

Zwischen Wachstum und Identität

MotoGP will keine F1-Kopie werden

Milliarden-Übernahme, Millionen Fans, aber kein Kurs Richtung Formel 1: MotoGP-Sportdirektor Carlos Ezpeleta erklärt, warum der Sport bewusst anders bleiben will

Der Große Preis der Türkei steht bereits ab der Saison 2027 wieder im Kalender - Möglich macht das Comeback eine bevorstehende Rotation von Spa und Barcelona

Zwei Reifentöpfe und "Lex Rene Rast"

So sieht das neue DTM-Reglement aus

Die DTM hat kurz vor dem Auftakt das Reglement 2026 veröffentlicht: Wie die Teams jetzt strategisch gefordert werden und was es mit der Lex Rene Rast auf sich hat

Ohne jeden Test hat Michael Kogler ein 350 PS starkes Ford Fiesta WRC beim weltberühmten Rechbergrennen pilotiert - in Gedenken an seinen Vater Gottfried, der vor exakt 30 Jahren das Gleiche tat. Das Projekt „Ciao Papa“ war eine Herzensangelegenheit…

Rechbergrennen 2026: Bericht

Wochenende voller Rekorde

Der Rechberg erlebt ein Wochenende voller Rekorde…auch bei der 52. Auflage. Christian Merli und Ronnie Bratschi sind die Dominatoren des Berg-Klassikers. Christoph Lampert bester Österreicher. Neuer Streckenrekord bei den Tourenwagen und Höchstleistungen im Almenland