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Montezemolo fordert massives Umdenken

Testverbot, Startzeiten, Ticketpreise: All das sollte nach Meinung von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo dringend auf den Prüfstand.

Wenn die Formel 1 eine erfolgreiche Zukunft haben soll, muss sie in vielen Bereichen neue Wege einschlagen: Dieser Auffassung ist Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo. Seiner Meinung nach ist das Testverbot eine Sparmaßnahme, die zu weit geht. Doch auch in Sachen Startzeiten oder Ticketpreise müsse umgedacht werden, um die Show zu verbessern und die "Königsklasse" damit nicht nur für Fans, sondern auch für Hersteller wieder interessanter zu machen.

"Vor ein paar Jahren konnten wir jeden Tag testen, jetzt gar nicht mehr", verdeutlicht di Montezemolo. "Man braucht einen gesunden Mittelweg. Es ist wie in Italien: Da konnte ein Arzt noch während einer Operation rauchen, aber jetzt wird man umgebracht, wenn man auf der Straße raucht."

Die Formel 1 müsse auch überprüfen, ob sie in Sachen Show noch zeitgemäß ist, so der Ferrari-Präsident weiter: "Es ist noch richtig, in Europa ein Rennen an einem Sommernachmittag um 14:00 oder 15:00 Uhr auszutragen? Im Fußball spielen sie um 16:00 oder 17:00 Uhr, oder auch um 20:00 oder 21:00 Uhr am Abend", sagt er mit Verweis auf das geänderte Freizeitverhalten der Zuschauer. Auch über die Länge der Rennen müsse laut di Montezemolo diskutiert werden: "Ist es richtig, dass sie zwei Stunden dauern? Vielleicht sind sie zu lang."

Die nächste Frage des Ferrari-Präsidenten: "Sollten wir so teure Tickets haben?" Er veranschaulicht das an einem Beispiel: "Heute kann ein junger Mann mit seiner Freundin für weniger Geld um die Welt fliegen, als es ihn kosten würde, den Grand Prix in Monza von den besten Plätzen aus zu verfolgen. Ist das in Ordnung? Ich möchte nicht arrogant oder anmaßend sein, aber ich möchte, dass das einmal professionell beleuchtet wird."

Er könne akzeptieren, dass manche Hersteller ausgestiegen sind, so di Montezemolo: "Aber ich denke, dass die Formel 1 zu Beginn dieses Jahrzehnts für die Öffentlichkeit und Zuschauer am besten war, mit neuen Veranstaltungsorten, Promotion und Investitionen der Hersteller."

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