MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Regel für Motoren wird nachgebessert

Die FIA will einen Motorenwechsel zwischen dem dritten Freien Training und der Qualifikation verbieten. Die Teams sind für diese Regelung.

Die Regeln bei der Nutzung von Motoren in der neuen Formel-1-Saison haben sich grundlegend geändert. 2009 stehen den Teams pro Fahrzeug acht Motoren für die gesamte Saison zur Verfügung, eine Strafe wird erst dann fällig, wenn der neunte Treibsatz eingebaut werden muss. Wann allerdings welcher Motor in welchem Auto steckt, hielten die Regelhüter der FIA bisher offen. Den Teams war ein munteres Wechselspiel bislang erlaubt.

Doch nun will man präventiv eingreifen. Zwischen dem dritten Freien Training und dem Qualifying am Samstag sollen Motorenwechsel nun doch verboten werden. Nach Informationen von autosport soll ein entsprechender Beschluss noch im Verlauf dieser Woche abgesegnet werden. Die Initiative für eine solche Konkretisierung des Regelwerks geht von den Teams aus. "Bislang könnte man nach der dritten Session wechseln und es gäbe genügend Gründe, die dafür sprächen", wurde Renault-Chefingenieur Pat Symonds von autosport zitiert.

"Alle Teams, mit denen ich gesprochen habe, waren der Ansicht, dass eine solche Offenheit bei den Regeln eigentlich unserer Grundausrichtung widerspricht", schilderte Symonds weiter. Für den gleichzeitigen schnellen Wechsel der Motoren beider Fahrzeuge müsste man mehr Personal mit an die Strecke bringen - genau dies will man im Zuge der Sparmaßnahmen gerade nicht tun. "Wenn uns im Training ein Motor kaputtgeht, haben wir natürlich genügend Leute für einen Wechsel. Aber für den schnellen Umbau beider Autos bräuchten wir mehr Personal. Das wollen wir nicht."

Die neuen Freiheiten beim Einsatz der Triebwerke könnten zu wilden Auswüchsen führen, kritisierte Symonds. "Du baust für Samstag einen neuen Motor ein. Dann dreht sich der Fahrer im Qualifying und steht weit hinten. Dann kannst du natürlich sagen, dass du einen ganz alten Motor einbaust, weil das Wochenende sowieso schon nicht gerade gut läuft. Oder es regnet am Samstag. Dann baust du eine alte Maschine ein, weil du ohnehin nicht so hoch drehen musst."

"Das könnte alles ganz schnell aus dem Ruder laufen", argumentierte Symonds. "Hoffentlich können wir da jetzt etwas Sinn hineinbringen." Die zuständige FIA-Arbeitsgruppe wird im Verlauf dieser Woche in Nizza tagen. Dort soll zumindest das Verbot von Motorenwechseln zwischen dem dritten Freien Training und der Qualifikation verabschiedet werden.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Toto Wolff gingen die Streitigkeiten zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg 2016 zu weit, sodass er beide Fahrer kurzzeitig freistellte und eine Warnung aussprach

Zwei Reifentöpfe und "Lex Rene Rast"

So sieht das neue DTM-Reglement aus

Die DTM hat kurz vor dem Auftakt das Reglement 2026 veröffentlicht: Wie die Teams jetzt strategisch gefordert werden und was es mit der Lex Rene Rast auf sich hat

Rechbergrennen 2026: Vorschau

Rekord-Nennung beim Rechbergrennen

Der große Bergpreis von Österreich am Rechberg zieht die besten Bergrennpiloten aus ganz Europa an. 269 TeilnehmerInnen aus 18 Nationen bedeuten neuen Nennrekord. Veranstalterteam rechnet mit großem Zuschaueransturm

Rechbergrennen 2026: Bericht

Wochenende voller Rekorde

Der Rechberg erlebt ein Wochenende voller Rekorde…auch bei der 52. Auflage. Christian Merli und Ronnie Bratschi sind die Dominatoren des Berg-Klassikers. Christoph Lampert bester Österreicher. Neuer Streckenrekord bei den Tourenwagen und Höchstleistungen im Almenland

Zwischen Wachstum und Identität

MotoGP will keine F1-Kopie werden

Milliarden-Übernahme, Millionen Fans, aber kein Kurs Richtung Formel 1: MotoGP-Sportdirektor Carlos Ezpeleta erklärt, warum der Sport bewusst anders bleiben will