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Alonso mit verbessertem R29-Setup

Bestzeit von Sébastien Bourdai bei der letzten Ausfahrt des STR3; Hamilton Schnellster im 2009er-Ranking knapp vor Alonso im R29.

Na also - es geht doch. Fernando Alonso sorgte zum Abschluss der Testwoche in Jerez für versöhnliche Stimmung in der Renault-Box. Der spanische Doppelweltmeister fuhr am Freitag bei konstant sonnigen Bedingungen in 1:19.846 Minuten die zweitbeste Rundenzeit für 2009er-Fahrzeuge und ließ damit so manchen Fan der französischen Werksmannschaft aufatmen. Im Vergleich zum Vortag fand Alonso rund 1,5 Sekunden.

Wie schon in den vergangenen Wochen und Tagen markierte ein Toro-Rosso-Fahrer im Vorjahresauto die Tagesbestzeit. Sébastien Bourdais schraubte den bisherigen Rekord seines neuen Teamkollegen Sébastien Buemi (1:17.591 Minuten) vom Mittwoch um immerhin gut eine Zehntelsekunde nach unten. Der Franzose fuhr in 1:17.472 Minuten den absoluten Spitzenwert der gesamten Woche. Am Freitagabend nahm man Abschied vom STR3. Schon bei den nächsten Probefahrten soll dem Red-Bull-B-Team das neue Auto zur Verfügung stehen.

Fernando Alonso war im leicht veränderten Renault R29 von Beginn an schnell. Am neuen Boliden hatte man angeblich die Motorabdeckung im Bereich der Auspuffenden verändert, außerdem schien man beim Setup einen gewaltigen Schritt gemacht zu haben. Den ganzen Tag über lieferte sich der Spanier ein herzhaftes Rundenzeitenduell mit Lewis Hamilton. Zunächst konnte Alonso als erster Pilot die magische 80-Skunden-Marke unterbieten, am Ende konterte der amtierende Weltmeister jedoch noch einmal.

Hamilton fuhr im McLaren-Mercedes MP4-24 in 1:19.632 Minuten die knappe Bestzeit für Fahrzeuge des neuen Jahrgangs. Allerdings hatte man auch heute erneut den alten Heckflügel montiert. Mit deutlichem Abstand hinter Hamilton und Alonso folgte Nico Rosberg (4./1:21.217 Minuten/71 Runden) im Williams. Der FW31 wies leichte Veränderungen an der Fahrzeugnase auf, augenscheinlich wurde die Konstruktion etwas schlanker.

Rosberg hatte das Auto erst am Nachmittag von Teamkollege Kazuki Nakajima übernommen. Der Japaner hatte zuvor 34 Runden gedreht, aber seine Rundenzeit war offenbar wegen eines fehlenden Chips nicht erfasst worden. Bei der Williams-Mannschaft standen neben wichtigen Setup-Arbeiten heute intensive Boxenstopp-Versuche an. Die Crew musste die Arbeiten fast bis zur Erschöpfung immer wieder durchspielen. KERS war erneut nicht im Einsatz.

Die ersten Tests mit dem neuen Red Bull RB5 waren sehr vielversprechend, doch am Freitag lief es bei Mark Webber (5./1:21.313 Minuten/62 Runden) bicht mehr ganz so beeindruckend. Der Australier musste den neuen Wagen wegen eines technischen Defekts zwischendurch abstellen und sorgte am späten Nachmittag für die einzige Unterbrechung des Testbetriebs. Der neue Wurf von Adrian Newey scheint zwar schnell, aber auch defektanfällig zu sein.



Testzeiten Tag 4


Pos  Fahrer           Team                  Zeit   Runden
 1.  Bourdais      Toro Rosso-Ferrari      1:17.472  117      
 2.  Hamilton      McLaren-Mercedes        1:19.632   94      
 3.  Alonso        Renault                 1:19.846  109      
 4.  Rosberg       Williams-Toyota         1:21.217   70      
 5.  Webber        Red Bull-Renault        1:20.738   92
 6.  Nakajima      Williams-Toyota         No time    34

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