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FOTA-Treffen in Genf

FOTA- Vorschlag eines neuen Punktesystems schon für diese Saison. Ein neues Qualifying-Format und Standard-Hybridsystem für 2010.

Eines vorweg: Nach ausgiebigen Befragungen vieler Formel-1-Fans in 17 verschiedenen Ländern hat die Teamvereinigung FOTA dem von Bernie Ecclestone vorgeschlagenen Medaillensystem eine Absage erteilt. Aber dennoch wollen die Teams eine neue Punktverteilung etablieren. Es soll zukünftig zwölf Punkte für den Rennsieger geben, neun für den Zweiten und sieben für den Dritten. Alle weiteren Punkteplatzierungen sollen unverändert bleiben.

"Die Zuschauer wünschen sich mehr Aufmerksamkeit für den Sieger. Daher schlagen wir eine bessere Belohnung für den Rennsieger vor", wurde McLaren-Mercedes-Teamchef Martin Whitmarsh auf 'autosport.com' zitiert. Das neue Punktesystem soll nach Ansicht der FOTA schon zur neuen Saison greifen. Auch soll die Formel 1 künftig weniger Spekulationen zulassen. Demnach schlägt die Teamvereinigung vor, dass die Benzinlast der Fahrzeuge beim Start, die Tankmengen bei Boxenstopps sowie die jeweilige Reifenmischung veröffentlicht werden.

Neues Qualifying-Format soll kommen

Für 2010 will man dann noch diverse Schritte weitergehen, um das Spektakel in der Königsklasse zu erhöhen. Ein ganz neues Qualifying-Format soll erdacht werden. Details zu diesen Plänen wurden jedoch bislang nicht bekannt. Desweiteren könnten im kommenden Jahr neue Feinheiten für Spannung sorgen. Möglicherweise soll die Mannschaft mit dem schnellsten Boxenstopp mit einem Extra-Punkt in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft belohnt werden.

Felipe Massa hatte es bereits anklingen lassen: Die Teams wollen die Renndistanz ab 2010 auf 250 Kilometer (bisher 300) begrenzen und das Zeitlimit für einen Grand Prix von zwei Stunden auf 100 Minuten herabsetzen. Auch die Testmöglichkeiten sollen weiter beschnitten werden. Nach Vorschlag der Teamchefs müssen sich die Mannschaften in der Vorbereitung zur Saison 2010 mit nur vier Testtagen mit je einem Auto begnügen. Hinzu käme gerade einmal eine Shakedown-Chance für Neuwagen.

Im technischen Bereich hat sich das bewahrheitet, was KERS-Gegner schon lange befürchtet hatten. Die FOTA will tatsächlich ab 2010 ein Standard-Hybridsystem installieren. Eine entsprechende Ausschreibung müsste von der FIA angestoßen werden. Bereits in diesem Jahr bietet man Kundenteams Motoren für acht Millionen Euro pro Jahr, die Motortenlaufzeiten wurden verlängert und die Arbeit im Windkanal sowie mit CFD (Computational Fluid Dynamics) begren

Standard-Bauteile und wenige Updates

Genau diese Faktoren sollen 2010 noch drastischer formuliert werden. Motoren sollen ab dem kommenden Jahr für fünf Millionen Euro zu haben sein, Getriebe stehen für 1,5 Millionen Euro in Aussicht. Ein Standard-KERS soll mit ein bis zwei Millionen Euro jährlich zu Buche schlagen. Die kostspielige Arbeit an der Aerodynamik soll 2010 noch einmal um 50 Prozent reduziert werden. Alle Teams dürfen nach Vorschlag der FOTA ab dem kommenden Jahr nur noch eine bregenzte Zahl an Updates ans Auto bringen.

"Bauteile wie zum Beispiel Räder, das Monocoque und die Sicherheitstrukturen dürften einmal pro Jahr verändert werden, Bodenplatte und Aufhängungsteile nur zwei Mal und zum Beispiel die Motorabdeckung sowie die Seitenkästen drei Mal", sagte Whitmarsh. Und weiter: "Die Flügel dürfte man in fünf Versionen haben. Anpassungen sind natürlich gestattet."

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen fügte weitere Neuerungen hinzu: "Exotische Materialien werden weiter begrenzt oder sogar verbannt. Die Bremsen werden homologiert, sodass man sie eine ganze Saison lang fahren muss. Telemetrie und Boxenfunk werden Einheitsbauteile." Mit den neuesten Plänen zur Veränderungen des sportlichen Reglements und Senkung der Kosten hält sich die FOTA recht nah an den Vorschlägen der FIA im Dezember. Der Weltrat muss über die FOTA-Ideen am 17. März entscheiden.

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