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ADAC Formel Masters: Assen

Im Titelkampf der Formel Masters

Klaus Bachler ist einer der jungen Österreicher, die sich im internationalen Rennsport etablieren wollen - jetzt Im Motorline.cc-Talk!

Susanne Roßbach

In seiner zweiten Saison in der deutschen ADAC Formel Masters geht Klaus Bachler heuer mit dem Meisterteam auf den Titel los. Vor dem Wochenende in Assen, wo er seinen Vorjahressieg verteidigt, haben wir den jungen Steirer zum Gespräch gebeten.

Du fährst deine zweite Saison im ADAC Formel Masters und bist in das letztjährige Meisterteam URD Rennsport gewechselt. Was erwartest du von der Saison?

Ich wusste bis kurz vor Saisonbeginn nicht, ob ich 2009 fahren kann oder nicht. Wenn man dann fahren kann, und auch noch beim letztjährigen Meisterteam, ist die Freude natürlich noch größer. Meine Erwartungen sind schon da, dass mein Team und ich um die Meisterschaft mitfahren können.

Ein Rennwochenende in Oschersleben hast du bereits hinter dir, wie war es?

Das erste Wochenende hat sehr gut begonnen, mit dem Einführungslehrgang am Mittwoch und Donnerstag vor dem Rennwochenende. Wir waren zwar nicht ganz vorne, also Erste, aber ich hatte ein gutes Gefühl. Im ersten Quali kam alles anders, als ich es mir gewünscht hätte, und ich war auch ein wenig enttäuscht über den 8. Platz. Jedoch haben mein Team und ich gesagt: OK, jetzt ist es so passiert und wir müssen nach vorne sehen. Im zweiten Quali erreichte ich den 2. Platz, mit dem ich sehr zufrieden war. Die Rennen beendete ich jeweils auf Platz 4 und 1. Alles in allem kann ich sagen, es war ein sehr gutes Wochenende und ich möchte mich bei meinem Team URD- Rennsport dafür bedanken. Denn ohne die gute Zusammenarbeit hätten wir das nicht erreichen können!

Du hattest vor dem ersten Rennwochenende nur einen Testtag in Hockenheim und zwei Testtage in Oschersleben in der Woche des Saisonstarts. Ist es ein großer Nachteil für dich, so wenig mit dem neuen Team getestet zu haben?

Wie gesagt wusste ich bis 2 Wochen vor Saisonbeginn nicht, ob ich fahren kann. Dadurch hatte ich auch beinahe keine Tests. Aber ich bin letztes Jahr auch gefahren, dadurch kenne ich die Strecken und auch das Auto. Ich persönlich würde das nicht als großen Nachteil bezeichnen.

Wie schwer ist es für dich als Österreicher, im internationalen Motorsport Fuß zu fassen?

Ich glaube, es ist für jeden Motorsportler schwer, jenseits der Staatsgrenzen Fuß zu fassen. Und mittlerweile habe ich damit kein Problem.

Kann man im eigenen Land Sponsoren und Unterstützung finden? Beziehungsweise wie schwer ist es?

In Österreich ist es sehr schwierig, Sponsoren für den Motorsport zu finden. In Vergleich zu Deutschland haben wir momentan nur eine Rennstrecke, welche für keine größeren Motorsportveranstaltungen genützt wird. Ich glaube, das ist ein Grund dafür: weil die Sponsoren in ihrem eigenen Land beinahe keine Werbemöglichkeiten haben.

Was sind deine Ziele im Motorsport für die nächsten Jahre?

Mein Ziel ist es, im Motorsport weiterzukommen. Einen Grundstein dafür kann ich mir heuer machen, indem ich tolle Leistungen abliefere!

Wie vereinbarst du Schule bzw. Beruf momentan mit dem Motorsport?

Ich besuche eine HTL; natürlich haben wir schon sehr viel zu tun, da ich nächste Jahr die Matura mache. Aber ich bin der Meinung, es ist eine Sache der Einteilung. Also mit einer richtigen Planung lässt es sich gut kombinieren.

Wenn du gerade nicht auf Rennstrecken unterwegs bist, wie verbringst du deine Freizeit?

In erster Linie bereite ich mich auf die Rennen vor! Wenn ich Zeit habe, treffe ich mich mit meinen Freunden und wir unternehmen zusammen was.

Wer sind deine härtesten Konkurrenten um den Titel im ADAC Formel Masters?

Ich bin der Meinung, dass heuer einige Piloten gewinnen können. Die härtesten Gegner sind sicher Abt, Friesacher, Campfield und Schranner. Aber man muss aufpassen, denn es können auch andere, von denen man es vielleicht zur Zeit nicht so erwartet, um den Titel mitfahren.

Am kommenden Wochenende fahrt ihr in Assen und zwei Wochen später am Nürburgring jeweils zwei Rennen. Was sind deine Erwartungen für diese beiden Strecken?

Wie gesagt, ich hoffe, ich kann an die Erfolge in Oschersleben anschließen. Wichtig ist es, soviel Punkte wie möglich mitzunehmen.

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