MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallycross-EM: Buxtehude

Jürgen Weiß und die Elite

Eine gelungene Geburtstagsüberraschung seines Teams ermöglichte die erste EM-Teilnahme von Jürgen Weiß mit dem Ford Focus T16 4x4.

Der bevorstehende 30. Geburtstag war für das Rallycross-Team Weiß Anlass genug, um dem Piloten eine Überraschung zu bereiten. Der Besuch der Rallycross-Europameisterschaft in Buxtehude bei Hamburg war fix im Terminkalender von Jürgen Weiß eingetragen. Auch als er dann am Freitag vor der Veranstaltung wegen eines dienstlichen Termins von zu Hause weggelockt wurde, schöpfte er noch keinen Verdacht. Erst als er im Beisein seines Chefs in das Fahrerlager von Buxtehude einfuhr und jede Menge bekannte Gesichter sah, dämmerte es langsam. Nur wenige Sekunden danach erspähte er sein Betreuerfahrzeug, das aufgebaute Zelt mit dem Ford Focus und eine wartende Mannschaft.

"Ich war völlig weggetreten und habe erst zwei Stunden später registriert, dass ich hier am Wochenende beim Europameisterschaftslauf fahren werde", schilderte Jürgen Weiß seine ersten Eindrücke.

Am Anfang stand das Kennenlernen der Rennstrecke, ein erstes Abtasten auf der Suche nach den richtigen Bremspunkten und der richtigen Linie. Keine leichte Aufgabe auf dem ultraschnellen Estering in Buxtehude. Im Zeittraining am Samstag schrieb sich Jürgen Weiß mit Rang 21 erstmals in die Ergebnisliste eines Europameisterschaftslaufes ein. Mit einer Laufzeit von 2:54,82 erreichte er auch im ersten Vorlauf diese Position. Eine deutliche Steigerung war am Sonntag im zweiten Vorlauf zu sehen. Mit seiner Laufzeit von 2:51,13 über die vier Runden landete er auf dem ausgezeichneten 15. Rang und konnte diese Platzierung im dritten Vorlauf wiederholen. Für den Finaleinzug reichte es nicht ganz, Jürgen Weiß konnte aber mit Rang 19 zufrieden die Heimreise antreten.

"Ich danke meinem Team für dieses tolle Geburtstagsgeschenk", war Jürgen Weiß am Montag noch immer sprachlos. "Es ist faszinierend mit der europäischen Elite die Runden zu drehen. Das Niveau hier ist unglaublich hoch. Es wird hat gefahren, aber der Gegner lässt dir immer genug Platz."

Am kommenden Wochenende wartet auf Jürgen Weiß und sein Team schon das nächste Abenteuer, das er diesmal aber selbst geplant hat. In Schlüchtern wird er mit dem Ford Focus einen Lauf zur deutschen Rallycross-Meisterschaft bestreiten.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Vor dem Langstreckenklassiker

24h Le Mans 2026

Der Langstreckenklassiker – nominell zwei Mal rund um die Uhr – ist inzwischen weit mehr. Und auch keine Rennwoche, sondern eigentlich inzwischen zwei bis drei Wochen. Diese Spanne resultiert aus dem Aufwand, den die Teams und Hersteller rund um dieses Mega-Event betreiben.

Tardozzi über Marquez' Ungarn-Coup

"Er überrascht uns immer noch"

Marc Marquez gewinnt in Ungarn und macht im Titelkampf Boden gut - Doch Davide Tardozzi warnt: Der Spanier sei noch weit von seiner Bestform entfernt

DTM-Rennen Lausitzring: Hintergrund

Hochsommerlicher Motorsport & more mit vielen Highlights!

Der Auftritt der DTM auf der Rennstrecke unweit der polnische Grenze stand ganz im Zeichen hochsommerlicher Bedingungen. Ein Gewitter am Samstag und brütende Hitze am Sonntag hielten 58.000 Zuschauer nicht davon ab, von der hochgebauten Haupttribüne die Action auf weiten Teilen des Kurses live zu verfolgen.

Toyota bricht den Fluch und holt den ersehnten sechsten Le-Mans-Sieg gegen große Werke - BMW und Cadillac machen es bis zum Schluss spannend

"Müssen sauberer werden"

Mick Schumacher nach P17 selbstkritisch

Mick Schumacher erklärt den Verbremser und die Strafe in Elkhart Lake - Und weiß selbst: Die Wochenenden müssen von jetzt an sauberer werden