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Rallye Dakar: 2011 nach Brasilien?

Herbergsuche

Der Dakar-Veranstalter ASO steht weiter unter Druck, denn noch immer gibt es keine Entscheidung für die Strecke der nächsten Rallye.

marathonrally.com; Bild: X-Raid

Der Dakar-Chef Etienne Lavigne bevorzugt, genau wie viele private Teilnehmer, die Rückkehr nach Afrika; dafür wurde eine Strecke von Tunesien über Libyen nach Ägypten auserkoren. Die afrikanische Strecke wird aber momentan wegen des Einreiseverbotes Libyens nach einem Streit mit der Schweiz (mittlerweile aus libyscher Sicht ein „heiliger Krieg“) verhindert.

Doch der libysche Staatschef Gaddafi will die Dakar - er wäre geradezu dumm, sie nicht zu wollen. Libyen ist - auch wenn das kaum einer weiß - das reichste Land Afrikas, es modernisiert sich mit einer unglaublichen Geschwindigkeit und ist immer westlicher ausgerichtet. Doch momentan kommt halt einfach niemand hinein, und die ASO muss langsam mit der Planung anfangen...

Dakar, bitte warten…!

Eigentlich wollte Lavigne schon Ende Jänner Neues bekanntgeben, das wurde verschoben. Zu einem nächsten Termin gab es jetzt wieder kein Ergebnis. Allerdings scheint eine eventuelle Alternative in Aussicht.

Glaubt man französischen Insidern, ist Brasilien aktuell ein heißer Anwärter als zweites Austragungsland nach Argentinien. Denn die Fahrt durch Chile dürfte angesichts des schweren Erdbebens und seiner Folgen kaum zu realisieren sein.

Mit Brasilien gelänge der ASO ein guter Coup: Bereits 2008 rettete die brasilianische "Dos Sertoes"-Rallye die pleite gegangene "Por las Pampas", Brasilien hat entsprechende Strecken mit weniger Wüste, aber mehr Dschungel. Zudem dürfte die Begeisterung der Fans genauso groß sein.

Und auch Volkswagen (ist das nicht schön?) wäre zufrieden, schliesslich ist man größter Autohersteller dieses Landes.

Brasilien scheint eine perfekte Lösungzu sein – doch in Paris hüllt man sich in Schweigen, Interviewanfragen werden zu diesem Thema momentan nicht beantwortet. Französische Rallye-Fans sehen darin jedenfalls ein gutes Zeichen. Und außerdem: Soviel Aufmerksamkeit hat die Dakar seit 2008 außerhalb des Rallyetermines kaum je bekommen...

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