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Werksseitiger Rückzug

BMW zieht sich ab der kommenden Saison werksseitig aus der WTCC zurück, die Bayern engagieren sich aber in Form eines Kundenprogramms weiterhin in der Tourenwagen-WM

Nach drei WM-Triumphen und 52 Siegen ist vorerst Schluss: BMW wird sich ab der kommenden Saison nicht mehr werksseitig in der Tourenwagen-WM engagieren und zieht sich aus der WTCC zurück. Die Fahrzeuge des bayerischen Konzerns werden allerdings weiterhin in der WM am Start sein, denn BMW bietet seinen Kunden die Möglichkeit, unter den neuen Motorenregeln anzutreten.

Zu diesem Zweck können die BMW Privatteams ein Umrüst-Kit erwerben, wodurch ihr 320si Fahrzeug an die neuen Bestimmungen angepasst wird. "Der BMW 320 TC wird mit dem neu entwickelten 1,6 Liter Vierzylinder-(DI-)Turbomotor unser Kundensport-Angebot erweitern und von privaten Teams in der Tourenwagen-WM eingesetzt werden", erklärt BMW Motorsport Direktor Mario Theissen.

Ab sofort steht demnach das Kundenprogramm in der WTCC auf der Pole-Position von BMW. Die Tourenwagen-WM bleibe "eine wichtige Plattform für den Kundensport, auf der private Teams und Fahrer das Potenzial des BMW 320 TC auf höchstem Niveau demonstrieren können", heißt es aus München. "Der BMW 320 TC wird ab 2011 in der Privatierwertung um Siege und Titel kämpfen."

Der BMW 320 TC - "TC" steht für "Touring Car" - basiert auf dem bewährten BMW 320si, der in dieser Form bereits mehrere WM-Saisons erfolgreich hinter sich gebracht hat. Dieses Fahrzeug war in den vergangenen Jahren allerdings nicht nur in der WTCC unterwegs, sondern in vielen Rennserien weltweit. Über 60 Rennsport-Kits des 320si hat BMW an Kunden rund um den Globus ausgeliefert.

Die größten Erfolge feierte BMW mit diesem Auto allerdings in der Tourenwagen-WM - und mit seinen Werkspiloten. Andy Priaulx sicherte sich 2005, 2006 und 2007 den begehrten Fahrertitel und ist mit 18 Siegen der erfolgreichste Pilot in der Geschichte der WTCC. Drei Herstellertitel gehen auf das Konto der früheren BMW Länderteams, 52 von insgesamt 132 WM-Sprintrennen beendete BMW als Sieger.

56 schnellste Runden und 691 Umläufe an der Spitze des Feldes verdeutlichen die Leistung der BMW Rennwagen in den vergangenen Saisons, 19 Pole-Positions und 1.947 eingefahrene WM-Punkte aus sechs Rennjahren ergänzen das positive Gesamtbild. Jörg Müller, der von 2005 bis 2009 für BMW am Start war, zählt mit zehn Siegen und 16 schnellsten Runden zu den Besten der Tourenwagen-WM.

Gemeinsam mit Priaulx und seinem früheren WTCC-Stallgefährten Augusto Farfus, der ebenfalls zu den Topfahrern der Tourenwagen-WM zählt, geht Müller in der kommenden Saison für BMW auf der Langstrecke an den Start. Mit den weiteren BMW Werkspiloten stellt sich das Trio den Herausforderungen von diversen 24-Stunden-Rennen und wohl auch dem Intercontinental Le-Mans-Cup (ILMS).

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