MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorline.cc - Interview

Destination Formula One

Die beiden Red Bull F1-Anwärter Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne zu Besuch in Salzburg, Motorline.cc hat mit den Formel-Renault-3.5-Piloten über ihre Ziele geplaudert.

Stefan.Schmudermaier@motorline.cc, Fotos: GEPA/Red Bull

Daniel Ricciardo

Daniel, du kommst grade aus Shanghai und bist dort das Freitags-Training für Toro Rosso gefahren, wie ging es dir?


Ganz gut muss ich sagen, wenngleich die eine Session natürlich schon sehr kurz ist und man am liebsten auch das restliche Wochenende bestreiten würde.

Wie kommst Du mit dem Auto zurecht?

Mit jeder Fahrt gewöhnt man sich mehr ans Auto und an die ganzen Abläufe, alles wird schon viel natürlicher.

Heuer gibt es ja noch mehr Knöpfe am Lenkrad, macht das die Sache noch schwieriger?

Eigentlich nicht, ob es jetzt 30 oder 35 sind, ist auch schon egal.

Was ist der größte Unterschied zum Formel-Renault-Boliden?

Natürlich die Leistung, aber vor allem die Bremsen, die sind in einem F1-Auto schon unglaublich. Du kommst schneller zu einer Kurve und bremst später, das macht schon riesig Spaß.

Was die Formel Renault betrifft, so hast du das selbe Ziel wie Jean-Eric, oder?

Klar, das Ziel muss der Titel sein. Allerdings habe ich durch den Einsatz beim F1-GP in China die erste Runde der Formel Renault 3.5 verpasst, bin damit zwei Rennen im Rückstand. Es gibt noch eine weitere Terminüberschneidung am Ende der Saison, da muss man dann schauen wie es in der Meisterschaft aussieht, ich werde jedenfalls versuchen so viele Siege wie möglich einzufahren.

Vielleicht sitzt du ja schon vorher fix in einem F1-Auto…

Das wäre natürlich toll, aber mein Fokus liegt auf der Formel Renault 3.5, den Rest wird man sehen. Ich möchte 2012 einen Fixplatz in der Formel 1.

Was ist deine Lieblings-Strecke?

Ich mag Stadtkurse wie zum Beispiel Monaco. Solche Kurse verzeihen keine Fehler und sind eine besondere Herausforderung. Es gibt einige neue Strecken die ganz gut sind, aber Klassiker wie Spa oder Mugello sind mir eigentlich lieber.

Unterstützt dich dein Landsmann Mark Webber?

Er hilft mir und gibt mir Tipps, es ist gut jemanden auf dem Level aus dem eigenen Land zu haben, ganz klar.

Wer ist dein Idol?

Ayrton Senna. Ich war zwar erst vier Jahre alt als er verunglückt ist, aber mein Vater hat viel von ihm gesprochen und ich hab etliche Videos gesehen, er war schon etwas Besonders.

Jean-Eric Vergne

Jean-Eric, du bestreitest heuer die komplette Saison in der Formel Renault 3.5, das Ziel ist unschwer zu erraten…

Stimmt, ich möchte den Titel holen, ganz klar. Ich habe im Vorjahr in der britischen Formel 3 den Titel geholt, das möchte ich in der Formel Renault 3.5 natürlich wiederholen.

Mit Daniel Ricciardo hast du einen starken Gegner in den eigenen Reihen. Daniel hat mehr Erfahrung in der Formel, ein großer Nachteil für dich?

Klar, er hat mehr Erfahrung, aber ich bin im Vorjahr auch schon einige Renault-Rennen gefahren.

Der Auftakt verlief nicht ganz nach Plan, was ist passiert?

Ich war bis zuletzt für das F1-Team am Simulator in Milton Keynes im Einsatz und hab daher das Freie Training in Spanien versäumt. Im Qualifying kam ich dann nicht über Startplatz 15 hinaus. Im ersten Rennen bin ich dann bis auf P6 nach vorne gekommen, im zweiten wurde ich Siebter. Beim kommenden Wochenende in Spa – übrigens meiner Lieblingsstrecke – werde ich alles daran setzen, weiter vorne zu starten und das Rennen als Sieger zu beenden.

Wenn du den Renault mit deinem letztjährigen F3-Auto vergleichst, wo liegen die Unterschiede?

Der Renault ist um einiges größer und schneller, ein ganz anderes Auto.

Ähnlich zu fahren wie ein Formel-1-Auto?

Ich würde sagen, dass das Formel-3-Auto vom Handling eher mit einem F1-Auto zu vergleichen ist, beim Beschleunigung und Bremsen ist natürlich der Renault näher an der F1 dran.

Wie siehst Du den Verlauf Deiner weiteren Karriere, wäre die GP2 ein nächster möglicher Schritt?

Definitiv nicht. Ich möchte heuer einen guten Job in der Formel Renault 3.5 machen und mich für ein F1-Cockpit für 2012 empfehlen.

Wenn es mit der Formel 1 nicht klappen sollte, gibt’s andere Rennserien, die dich interessieren?

Derzeit nicht, für mich gibt’s nur ein Ziel und das ist die Formel 1.

Wer ist dein Idol?

Ayrton Senna.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

DTM-Rennen Lausitzring: Hintergrund

Hochsommerlicher Motorsport & more mit vielen Highlights!

Der Auftritt der DTM auf der Rennstrecke unweit der polnische Grenze stand ganz im Zeichen hochsommerlicher Bedingungen. Ein Gewitter am Samstag und brütende Hitze am Sonntag hielten 58.000 Zuschauer nicht davon ab, von der hochgebauten Haupttribüne die Action auf weiten Teilen des Kurses live zu verfolgen.

Bei sommerlichen Temperaturen behält George Russell einen kühlen Kopf und siegt erstmals seit dem Saisonauftakt - Aufholjagd von Max Verstappen reicht nicht

GP von Österreich: Qualifying

Kontroverse Russell-Pole nach Verstappen-Crash

George Russell fährt in letzter Sekunde zur Pole, doch weil aufgrund eines Unfalls von Max Verstappen Gelb war, gibt es Fragezeichen über die Bestzeit

Paukenschlag: Messfehler offiziell bekannt

Messfehler: FIA lässt Alpine-Antrag zu

Alpine hat im Kampf gegen die Monaco-Strafen den ersten Etappensieg erzielt: Der Antrag auf Überprüfung ist genehmigt - FOM gibt sogar schon eine Ungenauigkeit zu