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WTCC gibt bald schon Premiere auf dem Hungaroring

Es ist offiziell: Die WTCC wird von 3. bis 5. Juni auf dem Hungaroring in Ungarn gastieren – es ist dort das erste Rennen der Tourenwagen-WM.

Nun ist offiziell, was Marcello Lotti bereits vor einigen Wochen angedeutet hatte: Der Hungaroring springt ein und übernimmt den Kalenderplatz von Marrakesch. Der Afrika-Event der WTCC hatte aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten der örtlichen Veranstalter kurzfristig abgesagt werden müssen. Lotti suchte daher nach Alternativen in Europa - und wurde nun also in Ungarn fündig.

Dem italienischen Serienchef ist es mit der Verpflichtung des Hungarorings gelungen, den Rennplan seiner Meisterschaft beizubehalten, denn das Datum für den vierten WM-Event des Jahres ändert sich nicht. Statt Marokko firmiert vom 3. bis zum 5. Juni 2011 nun eben Ungarn als Gastgeber für die WTCC. Der 4,4 Kilometer lange Formel-1-Kurs taucht in diesem Jahr erstmals im Rennkalender auf.

Lotti zeigt sich daher sehr erleichtert: "Wir freuen uns sehr darüber, dass wir die Möglichkeit fanden, um einen würdigen Ersatz für Marrakesch zu finden", meint der Italiener. "Budapest ist die perfekte Lösung: Es ist eine moderne und anspruchsvolle Strecke mit beeindruckenden Anlagen. Zudem bringen wir die Meisterschaft damit wieder in ein neues Land. Die WTCC hat dort sehr viele Fans."

Dies liege freilich an Norbert Michelisz, der im vergangenen Jahr in die WM aufgestiegen war und im SEAT Leon TDI sogar ein Rennen für sich entscheiden konnte, erklärt Lotti und merkt an: "Darüber hinaus können die Teams einige Transportkosten einsparen, denn der Hungaroring liegt nur etwa 350 Kilometer von Brünn entfernt, wo zwei Wochen danach der nächste Event ausgetragen wird."

Zsolt Gyulay, Geschäftsführer der ungarischen Rennstrecke, freut sich auf die WM: "Ich bin froh darüber, dass wir die Chance bekommen, einen WTCC-Event abzuhalten. Diese Rennserie ist nach der Formel 1 die beliebteste Weltmeisterschaft unter dem Banner der FIA. Es ist dem Hungaroring also gelungen, einen weiteren internationalen Rennevent zu seinem Rennkalender hinzuzufügen."

"Ich denke, durch den Tourismus wird dies auch Ungarn selbst zugute kommen", sagt Gyulay. "Wir wünschen uns jedenfalls, dass wir den ungarischen und ausländischen Fans ein aufregendes und interessantes Wochenende bieten können. Wichtig ist uns, dass unser Landsmann Norbert Michelisz vor seinem Heimpublikum antreten kann - und das erstmals in der Geschichte dieser Meisterschaft."

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