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Vertrauen ist gut …. Kontrolle ist besser

Wenn diese vielzitierte Aussage irgendwo seine Berechtigung hat, dann bei den 24 h von Le Mans. Das legendäre Rennen zweimal rund um die Uhr hat dabei traditionell seine eigenen Gesetze. Eines davon ist die technische Abnahme.

Bernhard Schoke

An sich, so könnte man jetzt anführen, nicht außergewöhnlich oder besonders. Doch der Klassiker unter den 24 h Rennen weist Gegensatz zu dem beispielsweise in rund zwei Wochen stattfindenden Pendant – in der Grünen Hölle der Nürburgring Nordschleife ein absolutes Alleinstellungsmerkmal auf. Das Scruteneering – als internationaler Bezeichnung für dieses Procedere wird nicht in eigens dafür vorgesehenen und ausgestatteten Räumlichkeiten vollzogen, sondern vielmehr – wie in der Ursprungszeit des Rennen – im Herzen der Stadt im Westen von Frankreich.
Und dort nicht irgendwo, sondern vielmehr quasi in der guten Stube der Stadt, dem Place de la Republique.

Dort werden gleich an zwei Tagen – in der Woche vor dem eigentlichen Rennen nicht nur einfach Zelte als Wetterschutz aufgebaut, sondern vielmehr die gesamte notwendige weitere Infrastruktur einschließlich kompletter eigener Stromversorgung und mehrere große Hebebühnen um den Boliden „unter den Rock“ schauen zu können. Ein Ablauf der unzählige Fans – an beiden Tagen – anzieht.

Denn: Die Organisatoren „mischen“ den Ablauf von HyperCars, LMP2 und GT-Boliden ausgesprochen gut durch. Auch wenn sich die beteiligten Teams und „ihre“ Prüfer aus den vorausgegangenen Jahren und Rennen der laufenden Saison bereits kennen – die 24h Le Mans zählen zur Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) – so müssen doch alle, ohne Ausnahme, sich diesen Abläufen unweit der Kathedrale stellen.
Dies gilt auch für die großen Namen des Motorsports, sprich den beteiligten Werken, die sich so gern Le Mans Siege auf ihre Fahnen schreiben und dafür Budgets locker machen, für die stark differierende Summen im Umlauf sind.
Unklar allerdings dabei, weil geheim, welche Posten „eingerechnet“ werden und welche nicht. Hier ergeben sich beispielsweise große Unterschiede dadurch, ob auch die Kosten für die Werbung einerseits und jene für die Vorausentwicklung, die häufig mit Motorsport verbunden ist, eingerechnet werden und wenn ja welcher Prozentsatz für die technischen Innovationen – die vielfach im Motorsport ihren Ursprung haben – auf welche Budgets/Haushaltsposten verteilt werden. Einheitlichkeit oder Obergrenzen – Stichwort Formel 1 – gibt es diesbezüglich nicht. Dementsprechend sind die Summen die im Umlauf sind – hohe acht- oder niedrige neun-stellige Beträge sind hier im Umfeld zu „hören“ – jeweils zu hinterfragen bzw. einzuordnen, wenn es über die realen Kosten und ihre Notwendigkeit diskutiert wird.

Relativiert werden diese Zahlen aber durch das weltweite Feedback, dass dieses Event seit einem Jahrhundert generiert. Zum sportlichen Marken-Image einiger bekannter Teilnehmer gehören die Le Mans Siege nicht nur dazu, sie sind ganz einfach unmittelbar in deren DNA eingegangen.
Zwar ein langer Weg, aber ein ausgesprochen nachhaltiger, wenn man die Tradition pflegt und nicht überbelastet. Eine Aufgabe, für die es nicht nur schöner Worte bedarf, sondern viel aktivem Tun – jedes Jahr – nicht nur in Le Mans. Denn der aufgebaute Ruf kann auch ganz schnell – durch nichts tun – wieder ruiniert werden. Auch vor diesem Gesichtspunkt sind wieder anlaufende motorsportliche Engagements einerseits und von anderen die ihre „Eindampfen“ andererseits einzuordnen. Beispiele dafür gibt es gerade bei den der aktuellen Ausgabe der 24h Le Mans zu beobachten.

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