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WEC: News

Montezemolo: „Wir denken darüber nach“

Die Zeichen verdichten sich: Seitens Ferrari könnte es zu einem Einstieg in die WEC kommen, Grund: die Budgetobergrenze der Formel 1.

Man wird ja wohl noch träumen dürfen: Die Ankündigung von Ferrari, eventuell in Zukunft wieder in der LMP1-Kategorie in der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC mitzumischen, hat bei vielen einen wohligen Glanz in die Augen getrieben. Duelle der Traditionsmarke mit Audi, Toyota oder Porsche an der Spitze der Prototypenszene ist für viele Fans und Verantwortliche wohl ein Traumszenario und könnte sogar bald Wirklichkeit werden.

Bislang war von Ferrari-Seite aber nicht mehr als ein "vielleicht" und "wir denken darüber nach" zu hören, und auch Ferrari-Boss Luca di Montezemolo muss einem baldigen Einstieg erst einmal Wind aus dem Gerüchtesegel nehmen. "Selbst wenn es eine faszinierende Herausforderung ist, sind die 24 Stunden von Le Mans kein unmittelbares Ziel für uns", stellt er klar, lässt der Option aber die Tür offen: "Vielleicht können wir in drei oder vier Jahren noch einmal darüber reden."

Doch die Wahrscheinlichkeit, dass Ferrari irgendwann in die Prototypen-Szene zurückkehrt, sind in den vergangenen Wochen gestiegen: "Wir arbeiten an technischen Innovationen, die wir im Moment testen. Theoretisch besteht also zum ersten Mal die Möglichkeit, über Le Mans nachzudenken", macht di Montezemolo allen Scuderia-Fans vage Hoffnungen. Gerüchten zufolge soll bereits ein Antriebsstrang - basierend auf dem 1,6-Liter-V6-Turbo aus der Formel 1 - im Straßen-Renner "La Ferrari" getestet worden sein.

Doch um überhaupt an einen Werkseinstieg denken zu können, müssen für Ferrari natürlich auch die Rahmenbedingungen passen: "Sollten die Regeln in die richtige Richtung gehen, die ich erwarte, dann könnten wir früher oder später mit einem Ferrari in Le Mans antreten um zu gewinnen." Vorerst will man sich in Maranello aber auf sein Formel-1-Programm konzentrieren und in der WEC bei seinem GT-Auftritt mit AF Corse bleiben.

Doch gerade die Formel 1 könnte sich als Schlüssel für einen Einstieg bei den Prototypen erweisen. Zum einen kommt das neue Reglement der Sache entgegen, zum anderen könnte auch die Formel 1 selbst dafür sorgen, dass Ferrari den großen Sprung wagt. Das Zauberwort lautet: Budgetobergrenze. "Ich kann nicht zu 100 Leuten sagen, dass sie gehen und sich einen Job suchen sollen", meint di Montezemolo. "Es könnte also eine Möglichkeit sein, dass einige meiner Leute in diese Richtung arbeiten." Die Budgetobergrenze soll zur Saison 2015 eingeführt werden - also früher als in drei oder vier Jahren.

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