MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

„Es könnte sein, dass wir dann wieder Probleme bekommen“

Toto Wolff ist überzeugt, dass der Mercedes Formel 1-Bolide siegfähig ist, doch Probleme bei hohen Temperaturen will auch er nicht leugnen.

Im Winter 2009/2010 wurde das Weltmeister-Team Brawn von Mercedes übernommen und ging fortan als Werksteam an den Start. In drei Jahren mit Michael Schumacher und Nico Rosberg im Cockpit kamen die Silberpfeile allerdings nicht über Rang vier in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft hinaus. Inzwischen wurde Schumacher vom langjährigen McLaren-Piloten Lewis Hamilton abgelöst. Nach acht Rennen mit der neuen Fahrerpaarung Hamilton/Rosberg rangiert Mercedes in der Konstrukteurswertung auf Platz zwei hinter dem amtierenden Weltmeisterteam Red Bull.

"Grundsätzlich sehen wir samstags besser aus, doch zuletzt haben wir uns auch an den Sonntagen stark verbessert präsentiert", spielt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff gegenüber Formula1.com auf die Tatsache an, dass die Stärken des F1 W04 vor allem auf eine schnelle Runde zum Tragen kommen, dank konsequenter Weiterentwicklung inzwischen aber auch die Performance im Rennen stimmt. Ferrari und Lotus, die gegenwärtig hinter Mercedes rangieren, hat Wolff allerdings alles andere als abgeschrieben. "Es stimmt, dass ihre Autos nicht so gut funktionieren, wenn es kühler ist. Wir müssen aber die heißeren Rennen abwarten. Es könnte sein, dass wir dann wieder Probleme bekommen", macht der Nachfolger von Norbert Haug deutlich, dass man den Umgang des aktuellen Silberpfeils mit den Reifen nach wie vor nicht hundertprozentig im Griff hat.

"Ich glaube, unser Auto ist im Moment das schnellste im Feld. Wir wissen aber genau, dass wir es schaffen müssen, die Reifen am schnellen Abbau zu hindern. In diesem Zusammenhang spielen auch die äußeren Bedingungen eine Rolle. Je wärmer es ist, desto schwieriger wird es für uns", fasst Wolff die aktuelle Mercedes-Achillesferse in Worte. Einer, der es richten soll, ist Paddy Lowe. Der Ex-McLaren-Technikchef hat seinen Dienst bei Mercedes früher als ursprünglich erwartet angetreten und soll dem aktuellen W04 auch im Rennen Beine machen.

Kompetenzgerangel im Lager der Silberpfeile fürchtet Wolff durch die jüngste personelle Verstärkung nicht. Die Rollenverteilung im Team sei klar: "Niki (Lauda) ist Vorsitzender des Aufsichtsrats. Er nimmt eher die Rolle eines Mentors ein, ist nicht jeden Tag im Büro. Das operative Management des Teams ist zwischen Ross Brawn und mir selbst aufgeteilt. Hier unterscheiden wir zwischen der technischen und der geschäftlichen Seite. Das funktioniert sehr gut. Auch Paddy passt gut in dieses Gefüge."

"Wir dürfen unsere jeweiligen Kernkompetenzen nicht vergessen", sagt Wolff und gibt ein Beispiel: "Würde ich einen Schraubenzieher in die Hand nehmen, dann würde ich wohl mehr Schaden als Nutzen am Auto anrichten. Auf der anderen Seite bin ich mir nicht sicher, dass Paddy sonderlich erpicht darauf ist, einen Sponsorenvertrag abzuschließen." Der Neuzugang von McLaren fungiert auch bei Mercedes als Technikchef. Die Konzeption des 2014er-Autos allerdings obliegt Aldo Costa.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Drohende Reduktion bleibt aus!

Mercedes-AMG präsentiert DTM-Aufgebot 2026

Mercedes-AMG präsentiert seine DTM-Aufstellung für die Saison 2026: Was aus der drohenden Fahrzeugreduktion wurde und welche Änderungen es bei den Teams gibt

Gerhard Berger über neue Regeln

Gerhard Berger: "Da wehrt sich etwas in mir"

Gerhard Berger will dem neuen Formel-1-Reglement eine Chance geben, betont jedoch, dass es für ihn gefühlt zu weit weg vom "klassischen Motorsport" sei

Formel 1-Regeln: Straight Mode

Neuer "Straight Mode" wird beim Start verboten

Die Formel-1-Kommission diskutierte in der vergangenen Woche über mehrere sicherheitsrelevante Themen - Dabei ging es auch um den neuen "Straight Mode"

"Sie machen damit einen Fehler"

Formel-E-Boss kritisiert neuen F1-Weg

Formel-E-Boss Alberto Longo freut sich über die erhöhte Aufmerksamkeit auf seiner Serie und glaubt nicht, dass sich die Formel 1 mit dem Weg einen Gefallen tut