MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Alex Lynn gewinnt das Qualifikationsrennen

Kein Glück für Lucas Auer in Macao: Schon nach drei Runden krachte er in die Streckenbegrenzung. Den Sieg feierte der Brite Alex Lynn.

Alex Lynn (Prema) hat das Qualifikationsrennen zum Formel-3-Grand-Prix in Macao gewonnen. Der britische Nachwuchspilot steht daher beim Hauptrennen am Sonntag auf der Pole-Position. Ihm folgen Felix Rosenqvist (Mücke), Raffaele Marciello (Prema) und Macao-Vorjahressieger Antonio Felix da Costa (Carlin). Der Deutsche Lucas Wolf (URD) belegte am Samstag den 16. Platz, der Österreicher Lucas Auer (Prema) schied nach einem Fahrfehler vorzeitig aus.

Nachdem das gestrige Qualifying gleich dreimal mit der roten Flagge unterbrochen werden musste, ging es im heutigen Qualifikationsrennen über 10 Runden auf die Guia Circuit vergleichsweise gesittet zu. Den Fahrern war anzumerken, dass sie vor dem Hauptrennen am Sonntag größere Kollisionen vermeiden wollten. Lynn untermauerte seine Siegambitionen gleich beim Start, dessen großer Gewinner er war. Von Startplatz drei aus stürmte der junge Brite nach vorne und lieferte sich auf den ersten Metern einen packenden Zweikampf mit Rosenqvist.

"Ich habe ihn in der Mandarin-Kurve überholt und habe dann die Türe zugemacht, aber er hat mich außen herum beim Anbremsen angegriffen. Ich habe recht spät gebremst, er war aber auf der sauberen Seite der Strecke. Ich kam ein wenig von der Linie ab und musste dann voll in die Eisen gehen, um einen Einschlag in die Bande zu vermeiden", berichtet Lynn. Rosenqvist konnte den Fahrfehler seines Konkurrenten ausnutzen und ging ausgangs der Lisboa-Kurve in Führung.

Großer Verlierer des Starts war Polesetter Marciello, der schlecht von der Linie wegkam und von eins auf Position fünf zurückfiel. Schon während der ersten Runde mussten die Fahrer dann den Fuß vom Gaspedal nehmen, denn beim Start waren Dennis van der Laar (Mücke) und Harry Ticknell (Carlin) miteinander kollidiert. Da ihre Autos die Start- und Zielgerade blockierten, rückte das Safety-Car aus, welches das Feld durch die Boxengasse an der Unfallstelle vorbei führte.

Nach drei Runden wurde das Rennen wieder freigegeben, und auch beim Neustart war Lynn hellwach. Der Brite überrumpelte Rosenqvist und nahm dem Schweden die Führung ab. Der haderte nach dem Rennen mit seiner Leistung beim Neustart. "Die erste Runde war gut, es gelang mir Alex zu überholen. Das war wie eine Wiederholung des Vorjahres", so Rosenqvist. "Das Auto fühlte sich richtig gut an, aber dann kam das Safety-Car raus. Danach hatte ich das gleiche Problem wie im Vorjahr und fand nur schwer in meinen Rhythmus zurück. Das ist momentan meine Schwachstelle."

Auers Traum von einem Top-Resultat in Macao war schon nach drei Runden ausgeträumt. In der San-Francisco-Kurven am Anfang des zweiten Sektors schlug der Österreicher in die Streckenbegrenzung ein und musste sein Fahrzeug abstellen. Kurz darauf verunfallte Ed Jones (Fortec) in der Fisherman's-Kurve. Diesmal war der Einsatz des Safety-Car aber nicht erforderlich. Anschließend beruhigte sich das Geschehen spürbar. Lediglich Nelson Mason (Jo Zeller) sorgte für Aufregung.

In Runde vier erhielt der Kanadier eine Durchfahrtstrafe, die er allerdings nicht innerhalb der vorgeschriebenen drei Runden antrat. Logische Konsequenz war die Disqualifikation durch die schwarze Flagge. In Runde fünf ging Marciello an Felix da Costa vorbei und verdrängt den Vorjahressieger damit vom letzten Podiumsplatz. In der neunten Runde musste Kevin Korjus (Double R) an 15. Stelle liegend sein Auto auf der Start- und Zielgeraden abstellen.

An der Spitze tat sich nichts mehr, Lynn überquerte die Ziellinie vor Rosenqvist und Marciello, Felix da Costa wurde Vierter. "Mit Blick auf das Qualifikationsrennen ist das gut, aber der Grand Prix ist eine andere Sache", sagt Lynn. "Morgen zählt es. Ich muss versuchen ruhig zu bleiben und keinen Fehler zu machen." Rosenqvist wirkte nach Platz zwei ein wenig enttäuscht: "Der zweite Platz ist in Ordnung, aber nicht das, was ich eigentlich wollte", sagt der Schwede.

Fünfter wurde Luis Felipe Derani (Fortec) vor Alexander Sims (T-Sport). Jordan King (Carlin), William Buller (Fortec), Carlos Sainz jun. (Carlin) und Esteban Ocon (Prema) komplettierten die Top 10. Der Sieger des Formel-3-Grand-Prix von Macao wird morgen beim Hauptrennen über 15 Runden ermittelt, das um 8:30 Uhr (MEZ) gestartet wird.

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 3-Grand Prix von Macao

- special features -

Weitere Artikel:

Kurioses Finale in Monaco

Antonelli gewinnt nach Rennabbruch!

Gebrochener Asphalt, Zeitstrafen und Ausfälle von Verstappen und Leclerc, aber Kimi Antonelli lässt sich von all dem nicht aus der Ruhe bringen

Vor dem Langstreckenklassiker

24h Le Mans 2026

Der Langstreckenklassiker – nominell zwei Mal rund um die Uhr – ist inzwischen weit mehr. Und auch keine Rennwoche, sondern eigentlich inzwischen zwei bis drei Wochen. Diese Spanne resultiert aus dem Aufwand, den die Teams und Hersteller rund um dieses Mega-Event betreiben.

Wenn der Renn-Samstag beginnt, dann ist er für die Teams und Fahrer genauso durchgetaktet, wie schon die Tage zuvor. Spätestens ab Mittag, wenn die Le Mans Startaufstellung alles versammelt, was im Motorsport Rang und Namen hat, dann weiß man vor allem eines: Man muss die nächsten rund 27 Stunden einfach nur noch 101 Prozent funktionieren.

GP von Österreich: Qualifying

Kontroverse Russell-Pole nach Verstappen-Crash

George Russell fährt in letzter Sekunde zur Pole, doch weil aufgrund eines Unfalls von Max Verstappen Gelb war, gibt es Fragezeichen über die Bestzeit

DTM-Rennen Lausitzring: Hintergrund

Hochsommerlicher Motorsport & more mit vielen Highlights!

Der Auftritt der DTM auf der Rennstrecke unweit der polnische Grenze stand ganz im Zeichen hochsommerlicher Bedingungen. Ein Gewitter am Samstag und brütende Hitze am Sonntag hielten 58.000 Zuschauer nicht davon ab, von der hochgebauten Haupttribüne die Action auf weiten Teilen des Kurses live zu verfolgen.

Red Bulls neues Update funktioniert: Max Verstappen kämpfte in Spielberg erstmals um den Sieg, doch Strategie, Verkehr und Mercedes verhinderten den großen Coup