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Rallycross-EM: Lydden Hill

Petter Solberg stürmt ins Halbfinale

Beim ersten Saisonrennen der Rallyecross-Europameisterschaft erreichte Petter Solberg das Halbfinale, wo ihn eine defekte Servolenkung stoppte

Fotos: Mediatica

Am vergangenen Wochenende begann für Petter Solberg ein neues Kapital in seiner Karriere. Im britischen Lydden Hill trat der 38-Jährige erstmals zu einem Rennen der Rallyecross-Europameisterschaft an. Nachdem er in der Rallye-Weltmeisterschaft kein Cockpit mehr gefunden hatte, baute der Norweger sein eigenes Team auf, mit dem er in dieser Saison einen rund 600 PS-starken Citroen DS3 in der Rallyecross-EM einsetzt. Am Wochenende erfolgte in Großbritannien die Rennpremiere, bei der Solberg bis ins Halbfinale vordrang. Dort schied er aus, nachdem die Servolenkung des Autos ausfiel.

"Seit dem Wochenende weiß ich, was die Leute mit einer 'emotionalen Achterbahn' meinen", sagt Solberg, der gleich im ersten Lauf beim Start einen Rückschlag hinnehmen musste: "Am Sonntag wollte ich nicht wahrhaben, dass im ersten Lauf die Antriebswelle gebrochen war", so der fassungslose Norweger. Durch den Bruch der Antriebswelle zog das Auto plötzlich nach rechts, wodurch Solberg eine Kollision mit der Streckenbegrenzung nicht vermeiden konnte. Seine Mechaniker reparierten Antrieb und Karosserie jedoch schnell genug, sodass Solberg am zweiten Lauf des Tages teilnehmen konnte.

Dort zeigte der Norweger dann eine beeindruckende Vorstellung. Zwei Runden vor Rennende übernahm er die Führung, die er bis ins Ziel verteidigte. Mit diesem Sieg qualifizierte sich Solberg für das Halbfinale. Dort lag er zunächst auf Finalkurs, bevor nach zwei Runden die Servolenkung ausfiel. Solberg kämpfte sich zwar mit schmerzenden Armen bis ins Ziel, war jedoch gegen die Konkurrenten chancenlos und verpasste den Finaleinzug.

"Leider hat es wegen des Problems mit der Servolenkung nicht fürs Finale gereicht, aber bei einem brandneuen Auto, das in weniger als drei Wochen aufgebaut wurde, muss man beim ersten Einsatz mit mechanischen Probleme rechnen", nimmt Solberg den Defekt gelassen hin. "Es war eine unglaubliche Reise, bei der wir alle sehr viel gelernt habe. Wirklich positiv ist, dass wir auf jeden Fall schnell genug sind. Jetzt müssen wir das Auto nur noch völlig aussortieren, dann kommen wir stärker denn je zurück."

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