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DTM: Lausitzring

„Ich glaube, Wittmann kann sich nur selbst schlagen“

Mercedes-Youngster Pascal Wehrlein startet am Lausitzring von der Pole vor Ekström und Green - Wittmann auf Platz sieben.

Mercedes hat auch im Qualifying zum achten Saisonlauf der DTM unterstrichen, dass die erlaubten Nachbesserungen an der C-Klasse bis zum kommenden Kauf in Zandvoort vielleicht gar nicht notwendig sind. Youngster Pascal Wehrlein sicherte sich am Samstag in 1:17.547 Minuten die erste Pole-Position in seiner DTM-Karriere. Der Nachwuchsmann, der im neuen Mercedes-Juniorenprogramm in Richtung Formel 1 gebracht werden soll, setzte sich knapp gegen Mattias Ekström (2./Audi/+0,057 Sekunden) durch.

"In letzter Zeit habe ich gute Leistungen gezeigt, wurde aber nie belohnt. Jetzt hat mal alles gepasst", berichtet Wehrlein. "Die Bedingungen sind uns entgegengekommen, außerdem ist es seit jeher eine Mercedes-Strecke. Das haben wir beim Test auch gesehen." Im Lager von Audi dürfte man mit dem Ergebnis der Zeitenjagd zufrieden sein. Jamie Green (3.), Timo Scheider (4.) und Miguel Molina (6.) rundeten ein starkes Ergebnis der Ingolstädter ab.

Für einen guten Auftritt von Mercedes sorgte auch Daniel Juncadella, der auf Rang fünf eine starke Leistung beim Heimspiel seines Teams Mücke zeigte. Der große Titelfavorit Marco Wittmann wird von Startplatz sieben aus die vorzeitige Entscheidung im Rennen suchen. "Es war schwierig für alle. Es gab wenig Trainingszeit, es wurde so zur Lotterie. Wir waren auch im vergangenen Jahr hier nicht allzu stark", sagt die BMW-Speerspitze. Wittmann reicht am Sonntag ein vierter Platz, um den Titel ganz sicher in der Tasche zu haben. "Da mache ich mir keine Gedanken", so der DTM-Leader.

Im Qualifying bei abtrocknender Strecke, das quasi in nur zwei Durchgängen ausgetragen wurde, blieb BMW-Star Timo Glock (9.) denkbar knapp in Q2 hängen. "Heute hatten wir die Chance, Wittmann zu schlagen. Wir hatten ein schnelles Auto, aber leider musste ich meine letzte Runde abbrechen", berichtet der Ex-Formel-1-Pilot. "Schade, denn wir hätten ein Wort um die Top 5 mitreden können, meine ich. Jetzt müssen wir abwarten, was das Wetter macht. Wir stehen mittendrin. Ich hoffe, ich komme heil durch die erste Runde. Mein Ziel ist, die Punkte mitzunehmen. Das ist das Wichtigste."

Der (noch) amtierende Champion Mike Rockenfeller (10./Audi) musste ebenso früh die Segel streichen wie die Ex-Meister Bruno Spengler (17./BMW), Martin Tomczyk (21./BMW) und Paul di Resta (22./Mercedes). "Ich glaube, Marco Wittmann kann sich nur selbst schlagen", sagt Rockenfeller, der seine Krone in der DTM womöglich schon an diesem Wochenende in der Lausitz loswird. "Ich habe es nicht zusammengebracht. Es ist verdammt eng. Mittendrin zu stehen ist nicht ideal am Start, aber ich gebe mein Bestes."

Für ein extrem kurzes Q1 hatte Joey Hand (23.) durch einen Abbruch gesorgt. Der amerikanische BMW-Pilot landete mit seinem M4 auf der ersten schnellen Runde im Infield im Kies. "Es war nass, ich bin geradeaus gerutscht. Keine große Sache", so der 35-Jährige. Hands Fahrzeug musste zunächst geborgen werden, bevor der Fahrbetrieb in einem verlängerten Q2 (21:17 Minuten) fortgesetzt werden konnte. Der Amerikaner durfte fortan am Qualifying nicht mehr teilnehmen, weil er bei seinem Weg aus dem Kiesbett "mechanische Hilfe" in Anspruch nehmen musste, so die Erklärung der Rennleitung.

Die Piloten der DTM waren am heutigen Samstag mit nur wenig Trainingserfahrungen in die Zeitenjagd gestartet. Die geplanten Freien Trainings am Vormittag fielen dem Nebel zum Opfer. Wegen schlechter Sicht hatte der Rettungshubschrauber nicht starten können, die Sessions hatten nicht stattfinden können. Erst in der Stunde vor dem Start des Qualifyings hatten die Fahrer ein 15-minütiges "Warmup" auf dem Lausitzring absolvieren können. Das Rennen startet am Sonntag um 13:30 Uhr.

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