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Porsche verpflichtet Hülkenberg

Nico Hülkenberg gibt im Juni 2015 sein Debüt bei den 24h von Le Mans: Der Formel-1-Pilot wird einen dritten Porsche 919 LMP1-H steuern.

Porsche wird bei den 24 Stunden von Le Mans 2015 einen dritten LMP1-Boliden einsetzen. Nun steht mit Nico Hülkenberg der erste Fahrer für dieses zusätzliche Auto fest. Der 27jährige Formel-1-Pilot in Diensten von Force India ist damit der erste Fahrer seit 2009, der während seiner aktiven Formel-1-Karriere beim Langstreckenklassiker an der Sarthe startet. Vor dem Marathon am 13./14. Juni wird Hülkenberg bereits am 2. Mai das 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps am Steuer des 919 Hybrid bestreiten.

"Porsche und Le Mans – diese Verbindung übt wahrscheinlich auf jeden Rennfahrer eine große Faszination aus", sagt Hülkenberg, dessen neuer Force-India-Vertrag eine Freigabeklausel für Spa und Le Mans enthält. "Ich bin schon lange Porsche-Fan und habe die Rückkehr in die LMP1-Klasse entsprechend intensiv verfolgt. Dabei wuchs der Wunsch, dieses Auto in Le Mans fahren zu können. Ich bin sehr froh, dass der Formel-1-Kalender dieses Engagement 2015 zulässt,und ich bin meinem Formel-1-Team Force India sehr dankbar für die Freigabe. Das ist nicht selbstverständlich. Jetzt ist es an mir, hart zu arbeiten, um beiden Engagements gerecht zu werden", so der Deutsche.

Für Porsche-Teamchef Andreas Seidl ist Hülkenbergs Interesse auch eine Bestätigung für die Arbeit der Porsche-LMP1-Mannschaft im ersten WEC-Jahr. "Wir bereiten Nico jetzt auf die neuen Herausforderungen wie das Fahren im Verkehr mit den langsameren GT-Autos und die Nacht in Le Mans optimal vor. Dazu haben wir einen Fahrplan ausgearbeitet, der sicherstellen wird, dass er bereits bei seinem ersten Le-Mans-Einsatz sein Können unter Beweis stellen kann. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Nico. Unser Dank gilt natürlich dem Force-India-Team und Teamchef Vijay Mallya für die Freigabe", sagt Seidl.

Porsches LMP1-Projektleiter Fritz Enzinger freut sich sehr darauf, Hülkenberg an Bord zu nehmen: "In seine fahrerischen Qualitäten haben wir vollstes Vertrauen, und er wird auch ganz bestimmt gut in unser Werksteam passen. Der Integrationsaspekt ist im Langstreckensport extrem wichtig". Mit wem sich Hülkenberg das Cockpit des dritten 919 Hybrid teilen wird, steht noch nicht fest. Enzinger hält aber schon jetzt fest: "Für einen Formel-1-Piloten ist es ungewohnt, dass sein Resultat nur so gut sein kann wie die Summe aus den Leistungen von drei Fahrern."

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