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Formel 1: News

„Solche Rekorde tun der Formel 1 sicher nicht gut“

Niki Lauda zeigt sich wegen der bisherigen Mercedes-Erfolgsserie siegessicher, doch er erwartet bald starke Konkurrenz in der ersten Startreihe.

Die ersten vier Rennen waren eine einzige Mercedes-Show. Nico Rosberg und Lewis Hamilton machten bislang in der Saison alle Qualifying und Rennsiege unter sich aus und führen in beiden WM-Wertungen schon mit deutlichem Vorsprung. Bei vielen weckt diese Dominanz Erinnerungen an frühere Jahre. So gewann Ferrari in der Saison 2004 17 von 18 Rennen, McLaren holte sich 1988 15 von 16 Rennsiegen. Doch ein kompletter Siegeszug wäre auch für die Formel 1 etwas Neues.

Doch selbst im Lager von Mercedes hofft man, dass es nicht zu einer solchen Lage kommen wird, denn wie langweilig die Dominanz eines Einzelnen sein kann, wissen auch die jüngsten Formel-1-Fans nach der Siegesserie von Sebastian Vettel aus dem vergangenen Jahr. "Wir wollen gar nicht alle Rennen gewinnen", betont Aufsichtsratschef Niki Lauda gegenüber der Schweizer Zeitung Blick. "Solche Rekorde tun der Formel 1 sicher nicht gut."

Der Österreicher würde sich auch damit zufriedengeben, wenn die Konkurrenz den Silberpfeilen den ein oder anderen Sieg wegschnappen würde. "Was wir wollen, ist, eine solide Basis auch für die nächsten Jahre aufzubauen. Da gehören Rückschläge sicher mal dazu", so Lauda. Bislang erlebte Mercedes davon allerdings nur einen: Beim Saisonauftakt von Melbourne schied Polesitter Lewis Hamilton schon nach wenigen Runden mit einem Defekt aus.

Doch seitdem holte das Team aus Brackley drei Doppelerfolge hintereinander - etwas, das es seit genau zehn Jahren nicht mehr gegeben hat. "Was wir momentan erleben dürfen, ist die Ernte der monatelangen Arbeit. Vor allem auch im Bereich des Turbo-Motors", erklärt Lauda. "Vier Siege in Serie und starke Fahrer - das ist eine Höchstleistung. Aber wir schauen die jetzige Situation nicht als normal an. Die Gegner werden sicher noch stärker."

Doch die Konkurrenz muss sich strecken. Bislang landete nämlich bei jedem Grand Prix ein anderes Team hinter den dominierenden Silberpfeilen: McLaren in Australien, Red Bull Racing in Malaysia, Force India in Bahrain und Ferrari in China. Und bei jedem Rennen fuhr der Sieger immer genau zwischen 23,6 und 24,6 Sekunden Vorsprung auf den ersten Nicht-Mercedes heraus (wenn man Daniel Ricciardo in Melbourne dazu zählt). Die Konkurrenz muss sich also gewaltig steigern, wenn sie ein neuerliches 1988 oder 2004 verhindern will - oder gar ein komplettes Zu-Null-Debakel.

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