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Formel 1: News

Umstrukturierung oder Kahlschlag?

Das große Gehen: Im Zuge der Umstrukturierung bei Ferrari stürzen mit Pat Fry und Nikolas Tombazis die nächsten großen Namen.

Das Personalbeben bei Ferrari nimmt kein Ende: Wie am Dienstagabend bekannt wurde, trennt sich der italienische Traditionsrennstall von zwei weiteren großen Namen. Demnach muss zum einen Chefingenieur Pat Fry den Hut nehmen, außerdem verlässt Chefdesigner Nikolas Tombazis das Team. Gleichzeitig wird die Position von James Allison gestärkt. Die Umstrukturierung der Scuderia unter dem neuen Teamchef Maurizio Arrivabene geht somit weiter.

Tombazis führte sein Amt als Chefdesigner seit 2006 aus. Fry kam hingegen im Jahr 2010 von McLaren und übernahm seitdem eine Führungsrolle in der Technikabteilung. Beide zählten zu den wichtigsten und gleichzeitig prominentesten Persönlichkeiten in Maranello. Darauf scheint Arrivabene, der erst kürzlich Marco Mattiacci an der Teamspitze ablöste, aber keine Rücksicht zu nehmen. Der Italiener schreckt vor radikalen Einschnitten nicht zurück.

Profitieren wird durch die Veränderungen unter anderem Technik-Direktor Allison, dessen Befugnisse künftig ausgeweitet werden. Auch soll der Brite interimsmäßig auch die Verantwortlichkeit an der Strecke tragen. Unterstützt wird er durch Chefdesigner Simone Resta sowie Mattia Binotto, der die Direktion des Bereichs Antriebseinheit übernimmt. Zudem schafft Arrivabene eine neue Abteilung für kommerzielle Angelegenheiten, deren Führung der bisherige Pressechef Renato Bisignani übernimmt. Der wiederum überträgt seine bisherigen Aufgaben an den italienischen Journalisten Alberto Antonini, der zudem das neu geschaffene Digital-Team der Scuderia beaufsichtigen soll.

Das Jahr 2014 markiert für Ferrari mehr und mehr eine Saison des Umbruchs. Zunächst wurde im Frühjahr der langjährige Teamchef Stefano Domenicali entlassen, und auch sein Nachfolger Marco Mattiacci blieb nicht lange im Amt. Darüber hinaus verließ der ehemalige Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo das Unternehmen und übergab an Sergio Marchionne. Zu guter Letzt wurde auch auf Fahrerseite gerüttelt: Sebastian Vettel wurde verpflichtet, Fernando Alonso wanderte nach fünf Jahren in Richtung McLaren ab.

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