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Schuldsprüche im Nürburgringprozess

Im Gerichtsverfahren um undurchsichtige Baufinanzierung hagelte es Strafen für Ex-Finanzminster Deubel und Ex-Nürburgring-Chef Kafitz.

Portraits: Julianne Showalter/US Air Force, GEPA/Red Bull Media

Dreieinhalb Jahre Haft für den ehemaligen rheinland-pfälzische Finanzminister Ingolf Deubel – mit diesem Urteil endete am Mittwoch vor dem Landgericht Koblenz der Prozess um die gescheiterte Privatfinanzierung des Nürburgringausbaus im Jahr 2009. Die Richter befanden Deubel der Untreue in 14 Fällen und der uneidlichen Falschaussage für schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Haft gefordert.

Der ebenfalls angeklagte frühere Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, Walter Kafitz, wurde ebenfalls wegen 14 Fällen der Untreue zu einer Bewährungsstrafe von neunzehn Monaten verurteilt. Ein ehemaliger Controller des Nürburgrings erhielt acht Monate auf Bewährung, zwei Bankmanager, die ebenfalls auf der Anklagebank saßen, wurden lediglich verwarnt.

In dem Verfahren ging es um die gescheiterte Privatfinanzierung des Nürburgringausbaus, für die anschließend die öffentliche Hand mit rund 300 Millionen Euro einspringen musste. Deubel hatte dabei laut Anklage eigenmächtig Zahlungen über hunderttausende Euro veranlasst und Steuergeld in Millionenhöhe gefährdet. Der SPD-Politiker war wegen der Äffäre 2009 von seinem Amt zurückgetreten; Kafitz wechselte vorübergehend als Manager an den Red Bull Ring.

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