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MotoGP:News

Ducati enttäuscht erneut

Marc Marquez und Altmeister Valentino Rossi setzen die Bestzeiten beim ersten MotoGP-Test, Ducati, Suzuki und die Kunden-Hondas enttäuschen.

Fotos: MotoGP

Die Spannung vor dem ersten offiziellen Kräftemessen in der Saison 2014 war groß. Nach vielen Wochen voller Spekulationen und Gerüchten traf Weltmeister Marc Marquez beim ersten Tag des Sepang-Tests auf seine Konkurrenten. Im Fokus standen die neuen Open-Maschinen, die bereits beim Nachsaisontest in Valencia erste Erfahrungen sammelten, über den Winter aber weiter verfeinert wurden. Und auch auf Ducatis Vorstellung war man gespannt, liebäugeln die Italiener doch mit einem Wechsel zum Open-Format.

Weltmeister Marquez begann den ersten Arbeitstag im neuen Jahr stilgerecht und fuhr in 2:00.286 Minuten die Bestzeit. Der Spanier in Honda-Diensten führte die Zeitenliste lange Zeit an, fuhr seine Bestzeit aber erst etwa eine Stunde vor dem Ende des ersten Testtages. Insgesamt drei verschiedene Prototypen stellte HRC dem amtierenden MotoGP-Weltmeister bereit. Der Vorsprung auf die Verfolger betrug mehr als eine halbe Sekunde. Marquez drehte am Dienstag insgesamt 62 Runden.

Auf Position zwei folgte Yamaha-Werkspilot Valentino Rossi, der 0,518 Sekunden auf die Bestzeit verlor. Der Italiener umrundete den selektiven Kurs in Malaysia 61 Mal und fuhr seine persönliche Bestzeit kurz vor dem Ende des ersten Tages, als die Bedingungen besser wurden. Mittags betrug die Umgebungstemperatur mehr als 35 Grad. Der Asphalt wärmte sich auf über 55 Grad auf. Entsprechend wenig Fahrbetrieb herrschte in den Mittagsstunden.

Wenig spektakulär verlief der Tag von Honda-Werkspilot Dani Pedrosa. Der MotoGP-Routinier war mit 75 Runden der fleißigste Pilot des Tages, tat sich aber schwer, das Tempo von Marquez mitzugehen. Erst im vorletzten Umlauf fuhr Pedrosa seine persönliche Bestzeit. Vorher lag der Spanier mehr als eine Sekunde hinter der Spitze zurück. Landsmann Jorge Lorenzo drehte am Dienstag nur 47 Runden und verbrachte am Nachmittag viel Zeit in der Yamaha-Box. Der Weltmeister von 2010 und 2012 hatte 0,796 Sekunden Rückstand auf Marquez und lag knapp drei Zehntelsekunden hinter Teamkollege Rossi.

Die beiden Honda-Satellitenfahrer Alvaro Bautista (Gresini) und Stefan Bradl (LCR) wollen sich beim Sepang-Test in den Top 5 etablieren. Bautista gelang das am ersten Tag. Mit knapp einer Sekunde Rückstand setzte sich der Spanier knapp gegen Bradl durch, der lange Zeit vor seinem Markenkollegen lag. Auf Position sechs hatte der Deutsche einen Rückstand von 1,034 Sekunden. Mit 61 gefahrenen Runden sammelte Bradl trotz eines Sturzes am Vormittag etwas mehr Erfahrungen als Bautista, der auf 52 Umläufe kam.

Auf Position sieben folgte mit Forward-Pilot Aleix Espargaro die erste Open-Maschine. Der ehemalige Aspar-Pilot verlor mit seiner FTR-Yamaha nur 1,133 Sekunden auf die Bestzeit und war damit deutlich schneller als die beiden Yamaha-Satellitenpiloten des Tech-3-Teams. Rookie Pol Espargaro setzte sich bereits gegen Bradley Smith durch und gewann damit die erste Runde im mit Spannung erwarteten teaminternen Tech-3-Duell. Routinier Colin Edwards zog im Vergleich zu Teamkollege Espargaro den Kürzeren, ließ aber immerhin das Ducati-Werksteam hinter sich.

Bei Ducati sah man am ersten Testtag enttäuschte Gesichter. Die Werkspiloten Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow beenden den ersten Arbeitstag im neuen Jahr auf den Positionen zwölf und 14. Mit mehr als zwei Sekunden Rückstand zog man ein nüchternes Fazit. An den GP14 der Werkspiloten sah man einen neuen Rahmen, eine neue Verkleidung und eine neue Auspuffführung. Neuzugang Crutchlow musste sein Arbeitsgerät am Vormittag einmal außerplanmäßig abstellen.

Überraschend stark präsentierte sich Pramac-Pilot Andrea Iannone. Der Italiener war mit Abstand bester Desmosedici-Pilot und reihte sich auf Position acht zwischen der Kunden-Yamaha von Aleix Espargaro und den Tech-3-Maschinen ein. Ducati-Testpilot Michele Pirro fuhr auf etwa dem Niveau wie die Werkspiloten und reihte sich zwischen "Dovi" und Crutchlow auf Position 13 ein. Yonny Hernandez beendete den Tag auf Position 15.

Enttäuschen verlief der Tag für die vier Honda-Production-Racer. Weder das Aspar-Team, noch die erfahrene Gresini-Mannschaft oder das Cardion-Team konnten das Tempo der führenden Open-Bikes mitgehen. Ex-Ducati-Pilot Hayden war als 17. bester Open-Honda-Pilot. Mit mehr als drei Sekunden Rückstand lag der Aspar-Pilot überraschend weit zurück und klagte über fehlende Leistung. Die von Honda prognostizierten Rückstände von etwa drei Zehntelsekunden hatten mit dem, was am ersten Testtag in der Zeitenliste stand, nichts zu tun.

Auch Haydens Teamkollege Hiroshi Aoyama tat sich schwer. Der Japaner fuhr in etwa genauso schnell wie Hayden. Rookie Scott Redding fand sich mit mehr als vier Sekunden Rückstand auf Position 21 wieder. Ernüchterung herrschte auch bei Suzuki. Testpilot Randy de Puniet wurde 19. und hatte 3,607 Sekunden Rückstand. Und auch das neue Avintia-Projekt mit Material von Kawasaki muss noch optimiert werden. Hector Barbera und Mike di Meglio lagen außerhalb der Top 20.

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