MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WTCC: Peking

Sensationssieg für Chilton

Zum zweiten Mal in dieser Saison siegt kein Citroen-Pilot: Tom Chilton (ROAL-Chevrolet) hat das erste WTCC-Rennen in Peking gewonnen.

Tom Chilton (ROAL-Chevrolet) ist der Mann der Stunde in Peking. Am Vormittag hatte sich der Brite im Goldenport Motor Park noch die Pole-Position gesichert, nun legte er im ersten Rennen den Sieg nach. Chilton, vom Start weg in Führung, zog sofort davon und ließ sich auch von einer Safety-Car-Phase nicht beirren. Nach 28 Runden kam er daher souverän als Erster über die Ziellinie.

Es war erst das zweite Mal in dieser Saison, dass kein Citroen-Pilot den Sieg davontrug. Doch die Marke aus Frankreich ist in China trotzdem mit zwei Fahrern auf dem Treppchen vertreten: Yvan Muller belegte 2,4 Sekunden hinter Chilton den zweiten Platz, WM-Spitzenreiter Jose-Maria Lopez folgte weitere 2,6 Sekunden dahinter auf Rang drei. Der vierte Rang ging an Gianni Morbidelli (Münnich-Chevrolet).

Ebenfalls in die Punkte fuhren Sebastien Loeb (Citroen), Norbert Michelisz (Zengö-Honda) sowie James Thompson (Lada), Rob Huff (Lada) und Mehdi Bennani (Proteam-Honda) auf den Positionen fünf bis neun. Platz zehn ergatterte TC2-Spitzenreiter Franz Engstler (Engstler-BMW) in der letzten Runde. Erst zum zweiten Mal in diesem Jahr holt damit ein TC2-Pilot einen WM-Punkt. Doch Engstler hatte auch Schützenhilfe.

Viele Zwischenfälle, Sportwarte überfordert

Schon in Runde drei hatte es in Peking erstmals gekracht: Dusan Borkovic (Campos-Chevrolet) und Rene Münnich (Münnich-Chevrolet) waren aneinander geraten und standen kurz darauf mit kaputten Autos am Streckenrand. Das Safety-Car wurde auf den Kurs beordert, aber erst in Runde sechs (!) waren die ersten Bergefahrzeuge am Unfallort. Die Aufräumarbeiten zogen sich entsprechend lange hin.

In der Reihenfolge Chilton, Muller, Gabriele Tarquini (Honda), Lopez, Loeb, Morbidelli, Michelisz, Thompson, Huff und Qing-Hua Ma (Citroen) ging es ab Runde elf wieder zur Sache. Für Loeb aber zunächst nach hinten: Er wurde von einigen Konkurrenten überholt, kämpfte sich jedoch später wieder nach vorn durch. Sein Teamkollege Ma verschenkte in Runde 23 dagegen ein mögliches Top-10-Ergebnis.

Der chinesische Lokalmatador kam scheinbar unbedrängt von der Strecke ab und schaufelte sich durch das Kiesbett, büßte dadurch etliche Positionen ein. Auch bei Honda lief es nicht rund: Tiago Monteiro war schon nach 13 Runden an die Box gefahren, Tarquini folgte in Runde 24. Die beiden Werksautos schieden aus. Auch Tom Coronel (ROAL-Chevrolet) stellte sein Auto vorzeitig ab.

In der letzten Runde gab es noch einmal Action: Hugo Valente (Campos-Chevrolet) rutschte aus den Top 10 heraus, weil sein Fahrzeug vorn rechts "hinkte". Ihn hatte offenbar ein Reifenschaden ereilt. Glück für Engstler, der so nicht nur den souveränen TC2-Klassensieg einfuhr, sondern überraschend auch einen WM-Punkt. Der ganz große Sieger des ersten Peking-Rennens ist aber zweifelsohne Chilton.

News aus anderen Motorline-Channels:

WTCC: Peking

Weitere Artikel:

Was FIA-Präsident verraten hat

Neue F1-Antriebe schon 2030?

Kommt der V8-Antrieb schneller zurück als gedacht? Der FIA-Präsident kündigt für 2030 eine neue Antriebsgeneration an, aber ein Nebensatz sorgt für Zweifel

GP von Singapur: Qualifying

Verstappen mit erster "echter" Singapur-Pole

Max Verstappen holte sich zum ersten Mal eine Poleposition für den Singapur-Grand-Prix vor den beiden Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton

Grand Prix der USA: Qualifying

Antonelli reicht eine schnelle Runde

Favorit Ferrari bleibt im Qualifying zum Grand Prix der USA unter den Erwartungen, und so gewinnt Antonelli im spannenden Pole-Duell gegen Verstappen

Abrechnung mit Marko & Jos

"Musste ständig Scheiße aufwischen"

Christian Horner rechnet in seiner Autobiografie mit Helmut Marko und Jos Verstappen ab - Ralf Schumacher kritisiert das scharf: "Man kartet nicht so nach"

Hintergründe DTM-Finale Hockenheim

Hockenheim: Die große DTM-Galerie

Porsche Pilot Preining schaffte im badischen Motodrom von Hockenheim am vergangenen Wochenende mit einem weiteren Podiumserfolg den Sprung an die Spitze. Seine fünf Mitbewerber, die vor dem großen Showdown auch noch Chancen auf den Titel hatten, mussten sich mit den weiteren Plätzen begnügen.