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ELMS: News Oreca CN LMP3, CAD-Illustration

ACO rechnet mit max. neun LMP3

Die neue LMP3-Klasse wird in der ELMS 2015 ihre Premiere feiern; neben Ginetta, LAS und Riley rechnet der ACO mit weiteren Herstellern.

Illustrationen: Oreca

Im November 2013 wartete der ACO mit der Neuigkeit auf, im internationalen Langstreckensport eine neue Prototypenklasse einführen zu wollen, genannt LMP3. Etwas mehr als ein Jahr später steht diese LMP3-Klasse als Nachfolgerin der Le Mans Prototype Challenge (früher auch Formula Le Mans genannt) tatsächlich in den Startlöchern.

Ginetta, LAS und Riley und haben fertige bzw. fast fertige LMP3-Chassis parat. "Darüber hinaus erwarten wir in naher Zukunft richtig gute Neuigkeiten. Ein weiterer angesehener Konstrukteur wird den Bau eines eigenen Autos bekanntgeben", verrät ACO-Sportdirektor Vincent Beaumesnil. Gemäß Reglement werden sämtliche LMP3-Autos von einem 5-Liter-V8-Saugmotor von Nissan angetrieben.

Als Bühne für die LMP3-Klasse fungiert in der Premierensaison in erster Linie die European Le Mans Series. Zwar sahen die ursprünglichen Pläne vor, die neue Einstiegsklasse in den Prototypensport auch in der Asian Le Mans Series zu etablieren, dort aber ist eine weitere Saison generell mehr als fraglich. Die offizielle Website der asiatische Rennserie ist inzwischen offline.

Der neuen Klasse sollen die Probleme in Asien jedoch keinen Abbruch tun, schließlich will man LMP3-Autos schon im ersten Jahr auch in nationalen Langstreckenserien wie der französischen VdeV fahren lassen. Zudem hat man auch das Thema United SportsCar Championship stets in der Schublade. "Natürlich visieren wir auch auf die Vereinigten Staaten an. Die IMSA weiß alles über dieses Auto, und wir tauschen uns regelmäßig aus", sagt Beaumesnil. In der USCC allerdings existiert weiterhin die LMPC-Klasse als Bindeglied zwischen LMP2 (wie die Daytona-Prototypen Bestandteil der Prototypen-Klasse) und den GT-Klassen.

"Wir verfolgen mit der LMP3 eine langfristig ausgelegte Vision", erklärt Beaumesnil und spricht von einem entscheidenden Schritt, um interessierten Neueinsteigern den Zugang zur Langstreckenpyramide des ACO zu ermöglichen. Für die Rennpremiere der LMP3-Klasse ist alles angerichtet. "Beim Saisonauftakt der ELMS am 11. April in Silverstone sollten wir sechs bis neun LMP3-Autos in der Startaufstellung sehen", blickt der ACO-Sportdirektor voraus.

Auf jene Fahrer, die sich am Saisonende die LMP3-Krone der ELMS aufsetzen, wartet anschließend ein Test in einem LMP2-Boliden. Dieser wird über das Juniorteam von Nissan abgewickelt. Dem ersten LMP3-Titelträger in der Teamwertung der ELMS winkt für 2016 eine Einladung zu den 24 Stunden von Le Mans in der LMP2-Klasse.

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