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Formel 1: Interview

Sutil will weg vom Abstellgleis

Der Williams-Ersatzfahrer sieht in seiner Rolle im zweiten Glied wenig Perspektive und schielt auf eine Aufgabe in anderen Serie.

Seine Teamkollegen Paul di Resta und Esteban Gutiérrez hatte Adrian Sutil bei Force India respektive Sauber oft im Griff – gegen die finanzstarken Piloten, die trotz existierender Fahrerverträge bei den beiden Teams als Nachfolger vorstellig wurden, hatte er keine Chance. Nach zwei Vertragsauflösungen und einer unbefriedigenden Saison 2015 als zumindest an den Grand-Prix-Wochenenden zur Untätigkeit gezwungener Williams-Ersatzmann blickt der Deutsche mit gemischten Gefühlen auf seine Formel-1-Karriere zurück und befindet, dass Motorsport nicht der ehrlichste Sport sei.

Eine Fortsetzung seiner Laufbahn in der "Königsklasse" würde Sutil dennoch begrüßen und schielt auf eine sich unverhofft ergebende Gelegenheit, meint aber: "Ich bin erst 32 Jahre alt, habe genügend Zeit und kann mich auch damit anfreunden, woanders hinzugehen." Als Test- oder Ersatzfahrer nur dann, wenn mit dem Posten ausdrücklich die Perspektive auf ein Topcockpit verknüpft wäre; er spricht auch von der Langstrecken-WM als Möglichkeit, schließt aber die DTM ebenso wenig aus.

Weil ihm der Vergleich seiner Simulatorzeiten mit denen der Williams-Stammpiloten Valtteri Bottas und Felipe Massa ein Lächeln ins Gesicht zaubert, will der nach eigener Aussage nicht eingerostete Sutil zurück in die Startaufstellung und trotz spontaner Einsätze als TV-Experte nicht etwa eine zweite Karriere am Mikrofon beginnen: "Es hat Spaß gemacht, aber ich sehe mich in Zukunft nicht in dieser Rolle – zumindest im Moment", erklärt er nach Auftritten bei Sky und auch dem ORF.

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