MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

„Absoluter Unsinn!“

Toro Rosso-Teamchef Franz Tost ist auf das Token-System nicht gut zu sprechen und fordert stattdessen eine freie Motorenentwicklung…

Die Motorensituation in der Formel 1 ist eindeutig: Der beste Antriebsstrang kommt aktuell von Mercedes, dahinter folgt Ferrari. Renault tut sich deutlich schwerer als die beiden und für Neuling Honda war die aktuelle Saison, vor allem in Sachen Zuverlässigkeit, bisher ein absolutes Desaster. Das Problem: Die Weiterentwicklung der Motoren ist aufgrund das Token-Systems extrem eingeschränkt.

Mit anderen Worten: Wer einmal vorne ist, der bleibt es höchstwahrscheinlich auch. Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost, dessen Team mit Renault-Aggregaten an den Start geht, gefällt diese Regelung logischerweise überhaupt nicht. "Meiner Meinung nach ist das absoluter Unsinn", ärgert sich der Österreicher bei GPUpdate über das aktuelle System in der Königsklasse.

"Ich erinnere mich daran, dass ich das schon vor drei oder vier Jahren gesagt habe, als die Regeln für die neuen Antriebe gemacht wurden: Wenn ein Hersteller vorne ist, dann können die anderen wegen der Token-Regelung nicht aufholen", so Tost. "Damals haben die Hersteller gesagt, dass sie Geld sparen müssen. Ich sagte: 'In der Formel 1 kann man kein Geld sparen.' Jetzt haben wir die Situation, dass Mercedes weit vorne ist und die anderen dahinter."

Tost glaubt, dass sich daran so schnell auch nichts ändern wird. "Also sollte jeder Hersteller seinen Motor so weiterentwickeln dürfen, wie er das möchte", findet er. "Wenn die Antriebe von Mercedes, Ferrari, Renault und Honda auf einem Level wären, dann hätten wir gute Rennen. Mercedes hat mit Hamilton und Rosberg fantastische Fahrer. Ferrari hat Vettel und Räikkönen und McLaren hat Alonso. Das bedeutet, dass es drei oder vier Teams geben würde, die um die Meisterschaft kämpfen könnten. Das wollen die Leute sehen."

In diesem Jahr machten mit Mercedes und Ferrari in den ersten neun Saisonrennen zwei der vier Motorenhersteller sämtliche Podiumsplatzierungen unter sich aus . Erst beim zehnten Rennen in Ungarn konnten die beiden Red-Bull-Piloten Daniil Kwjat und Daniel Ricciardo (Renault) diese Serie brechen. Das Kostenargument will Tost übrigens nicht durchgehen lassen. "Wenn man das Geld nicht hat, dann sollte man nicht in der Formel 1 sein - so einfach ist das", erklärt er.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Flavio Briatore hegt großen Frust gegen das Ergebnis der Berufungsverhandlung und wirft einem der vier Richter vor, eine besondere Verbindung zu McLaren zu haben

Hommage an Michael Schumacher

So sieht der Ferrari SF-26 in Monza aus!

Ferrari hat das Sonderdesign des SF-26 für den Großen Preis von Italien in Monza enthüllt: Die Farbgebung ist inspiriert vom 1996er-Boliden von Michael Schumacher

Auer schreibt Geschichte

Auer vorzeitig Endurance Champion!

Lucas Auer schrieb am Sonntag auf dem Nürburgring Geschichte: Mit seinen Winward Racing Teamkollegen Maro Engel (D) und Luca Stolz (D) gelang es ihm, erstmals in der Historie der GT World Challenge den Endurance Cup Titel vorzeitig einzufahren!

Der Regen kam um ein paar Minuten zu spät: George Russell erobert acht Punkte für die Formel-1-WM, Nico Hülkenberg scheidet mit Defekt aus

Marc Marquez (Ducati) feiert seinen achten MotoGP-Sieg im MotorLand Aragon - Pedro Acosta (KTM) und Marco Bezzecchi (Aprilia) müssen sich geschlagen geben

Neuer Vertrag bei Red Bull

Verstappen-Zukunft in der F1 geklärt!

Max Verstappen hat allen Wechselgerüchten ein Ende bereitet und seine Verlängerung bei Red Bull in der Formel 1 verkündet